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Arbeiten in der Zukunft: Wie viel Flexibilität ist möglich?

Foto: pixabay.com.

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Eine neue Studienreihe von Monster zeigt: Nur knapp die Hälfte der größten Unternehmen und nur zwei von zehn mittelständischen Unternehmen in Deutschland bieten Home Office an. Dabei ist das räumlich und zeitlich flexible Arbeiten für Arbeitnehmer nachweislich ein immer wichtigeres Kriterium für die Annahme eines Jobangebots. Die aktuellen Ergebnisse der Studie „Bewerbungspraxis 2015“ machen deutlich, dass Arbeitnehmer insgesamt großen Wert auf flexible Arbeitszeitmodelle legen: Mehr als acht von zehn der Befragten würden am liebsten bei einem Unternehmen arbeiten, das eben diese Form der Arbeit ermöglicht.

Das Ergebnis zählt

Für knapp jeden zweiten Teilnehmer ist die Möglichkeit, von zuhause zu arbeiten, eine wichtige Bedingung für die Auswahl ihres Wunscharbitgebers. „Wir leben in einer Arbeitnehmerkultur, in der nicht mehr die investierte Arbeitszeit, sondern das Ergebnis zählt“, weiß Prof. Dr. Tim Weitzel vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Universität Bamberg. „Es sollte also nicht mehr darum gehen, wer abends am längsten seinen Schreibtisch hütet. Produktivität und Effektivität stehen im Vordergrund der Arbeit.“

Mittelstand tut sich noch schwer

Die Realität auf Arbeitgeberseite ist jedoch eine andere: Nur knapp die Hälfte der befragten Top-1.000-Unternehmen bieten das Arbeiten zu den gängigen Bürozeiten von zu Hause aus an. Immerhin werden in acht von zehn der befragten Unternehmen flexible Arbeitszeiten ermöglicht, das heißt Mitarbeiter arbeiten zwar am selben Ort, jedoch zu unterschiedlichen Zeiten. Räumlich und zeitlich verteiltes Arbeiten hingegen wird aktuell in nur rund einem Viertel der Fälle ermöglicht.

Insbesondere Mittelständische Unternehmen sind Home-Office-Regelungen gegenüber eher konservativ eingestellt: Aktuell bieten rund 19 Prozent der befragten Mittelständler aus Deutschland ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, Arbeit zu Hause zu erledigen. Immerhin knapp 22 Prozent wollen dieses Angebot zukünftig ausweiten.

Vor- und Nachteile aus Bewerbersicht

Fragt man Stellensuchende und Karriereinteressierte, so bietet die Home Office Regelung nicht nur Vorteile, wie das Entfallen von Pendelzeit (84 Prozent), der räumlichen Unabhängigkeit (78 Prozent), der verbesserten Work-Life-Balance (69 Prozent) und einer erhöhten Eigenverantwortung (68 Prozent). Es gibt aus Arbeitnehmersicht auch klare Nachteile, die das Arbeiten von zu Hause mit sich bringt. Dazu zählen das Verschwimmen der Grenze zwischen Arbeit und Familie (53 Prozent), die Verringerung sozialer Kontakte (44 Prozent), das Nicht-Vorhandensein technischer Unterstützung (32 Prozent) sowie sinkende Karrierechancen (25 Prozent).

Das sagen die Personalmanager

In einer anderen Befragung zum Thema Home Office hat der Personaldienstleister Robert Half die Einschätzung der HR-Manager zu diesem Thema unter die Lupe genommen. Durch die oft ruhigere Umgebung und die dadurch bessere Konzentration auf eine Aufgabe sieht mehr als die Hälfte der deutschen Personalmanager in einer steigenden Produktivität und Kreativität die größten Vorteile von Telearbeit: 58 bzw. 57 Prozent stellen in diesen Bereichen eine Verbesserung fest. Die größten Nachteile sehen die HR-Verantwortlichen mit 32 und 30 Prozent in einer verschlechterten Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb des Teams. Jedoch überwiegt auch in diesen Punkten eine positive Einschätzung bei den Befragten

Tipps für erfolgreiche Heimarbeit

Tatsächlich gibt es für beide Seiten einige wichtige Punkte zu beachten, die helfen, das Home Office im Arbeitsalltag zum Erfolgsmodell zu machen und die lauernden Nachteile zu vermeiden. Dieser interessante Beitrag in der Wirtschaftswoche hat sich des Themas angenommen und bietet 20 ganz konkrete Tipps für ein erfolgreiches Arbeiten im Home Office.

Vor- und Nachteile von Home Office. Quelle: obs/Monster Worldwide Deutschland GmbH.

Vor- und Nachteile von Home Office. Quelle: obs/Monster Worldwide Deutschland GmbH.