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Karrierekick Auslandsstudium: Warum Erasmus-Absolventen bessere Jobchancen haben

259375_web_R_by_Thomas Kölsch_pixelio.deSie bekommen schneller einen Job, werden seltener arbeitslos und gehen später öfter beruflich ins Ausland: Jugendliche, die einen Teil ihres Studiums oder ihrer Ausbildung im Ausland verbringen, haben später bessere Chancen auf einen Arbeitsplatz. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der EU-Kommission, die die Wirkung des Stipendienprogramm Erasmus untersucht hat.

Größere Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Viele künftige Arbeitgeber schätzen insbesondere die im Auslandsstudium erworbenen perfektionierten Sprachkenntnisse. Für 64 Prozent ist die internationale Erfahrung an sich ein wichtiges Einstellungskriterium.

Aber auch die ausgeprägten Querschnittskompetenzen, die den Auslandserfahrenen attestiert werden, stehen hoch im Kurs. Toleranz und Selbstvertrauen würden durch einen Aufenthalt im Ausland gefördert, so ein Ergebnis der Studie. Absolventen könnten sich besser an neue Bedingungen anzupassen oder sich schneller in neue Teams integrieren. Fast zehn Prozent der Erasmus-Praktikanten haben sich tatsächlich später selbständig gemacht.

Mehr Wissen über Europa

Mehr als 75.000 Studierende und Absolventen haben an der Umfrage teilgenommen. Mehr als 90 Prozent der Befragten gaben als Gründe für ihre Erasmus-Teilnahme an, dass die im Ausland leben, ihre Kompetenzen entwickeln oder ihre Fremdsprachenkenntnisse verbessern möchten. Rund 85 Prozent der befragten versprechen sich ganz explizit bessere berufliche Möglichkeiten in der Zukunft.

Auf die Frage, was der Auslandsaufenthalt genutzt habe, antworteten fast alle Erasmus-Teilnehmer: mehr Kenntnisse über andere Länder, höhere Anpassungsfähigkeit, mehr Fremdsprachenkenntnisse, größeres Selbstvertrauen und besser in der Lage sein, mit Menschen aus anderen Kulturen zusammenarbeiten zu können.

Auch privat international

International bleiben Erasmus-Studierende auch im Privatleben: Fast alle können sich vorstellen, im Ausland zu leben, ein Drittel hat einen Lebenspartner anderer Staatsangehörigkeit, 27 Prozent der Erasmus-Studierenden haben ihren Partner oder ihre Partnerin im Rahmen ihres Auslandsaufenthalts kennengelernt. Auf dieser Grundlage gibt es sogar schon rund eine Million echte „Erasmus-Kinder“, so die Studie. Die Zahl ist aber ein Schätzwert.

Erasmus fördert Studienaufenthalte oder Praktika im Ausland. Das Stipendienprogramm gibt es seit 1987. Für die Studie der EU-Kommission zur Wirkung von Erasmus wurden Onlineumfragen in 34 europäischen Ländern durchgeführt. Mehr als 75.000 Studierende und Absolventen, 5.000 Hochschulmitarbeiter, 1.000 Hochschulen und 650 Unternehmen nahmen daran teil. Erstellt wurde die Studie von einem unabhängigen Expertengremium unter der Leitung von CHE Consult (Berlin). Mit dem Nachfolgeprogramm Erasmus+ unterstützt die EU auch berufliche Aus- und Weiterbildung.

Quelle: Europäische Kommission

Quelle: Europäische Kommission