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Beliebteste Arbeitgeber: Autobauer führen Rangliste an

Foto: BMW Group

Foto: BMW Group

Wer es sich als Wirtschafts- oder Ingenieur-Absolvent aussuchen kann, der möchte gerne bei einem der großen Autobauer einsteigen. Das hat das trendence Institut herausgefunden, das bereits seit 1999 junge Talente nach ihren Wunscharbeitgebern und Karriereplänen befragt.

35.000 Wirtschafts- und Ingenieurstudenten, die kurz vor dem Examen stehen, haben in diesem Jahr am Graduate Barometer des Berliner Forschungsinstituts teilgenommen.

Die Ergebnisse zeigen: So gefragt wie die Absolventen dieser Fächer auf dem Arbeitsmarkt sind, so klar sind oft auch ihre Vorstellungen, wo und bei wem sie gerne arbeiten möchten. Neben Standort und Gehalt muss vor allem der Name des Unternehmens stimmen.

BMW und Audi kämpfen um Pole Position

Bei den BWL-Absolventen liegt – zum ersten Mal seit fünf Jahren – BMW als Wunscharbeitgeber ganz vorne, gefolgt von Audi. Genau umgekehrt sieht es bei den künftigen Ingenieuren aus. Hier besetzt Audi die nach wie vor die Pole Position und die Münchener liegen auf dem zweiten Rang. Insgesamt profitiert BMW laut der Studie vor allem vom gesteigerten Interesse seitens der weiblichen Befragten, bei denen das Unternehmen um 1,5 Prozentpunkte zulegen konnte.

Die weiteren Wunscharbeitgeber der Wirtschaftsstudenten sind Volkswagen, die Lufthansa und Porsche. Bei den Ingenieurstudenten belegen Porsche, Volkswagen und Siemens die Ränge drei bis fünf.

Graduate Barometer_Trendence

Quelle: trendence

Weniger beliebt: Banken und Beratungshäuser

Wie auch in den vergangenen Jahren schwächeln vor allem die Wirtschaftsberatungen und Banken, was ihre Beliebtheit als Arbeitgeber angeht. Kein einziges Unternehmen aus diesem Bereich hat es in die Ingenieurs- oder BWLer-Top 10 geschafft.

„Die Talfahrt nach der Wirtschafts- und Bankenkrise scheint zwar vorerst unterbrochen, aber die Zahlen verharren derzeit auf einem für die Branche niedrigen Niveau“, erklärt trendence-Geschäftsführer Holger Koch und macht auch gleich einen Grund dafür aus: „Die Banken und Wirtschaftsberatungen schaffen es bislang nicht, Frauen für sich zu begeistern. Hier können sie von BMW lernen. Der Automobilhersteller hat vorgemacht, wie das in einer männerdominierten Branche funktioniert.“

Nur wenige Absolventen möchten umziehen

Die Studenten wurden nicht nur nach ihren liebsten Arbeitgebern gefragt, sondern auch, ob sie bereit wären, für einen Job ihre Koffer zu packen und in eine andere Stadt zu ziehen. Das überraschende Resultat: Die berufliche Mobilität der Absolventen ist relativ gering. Die meisten Absolventen möchten auch nach dem Examen am liebsten in der Nähe ihres Studienortes bleiben.

Das gilt im vor allem für diejenigen, die in einer Großstadt studieren. Besonders sesshaft sind laut Graduate Barometer die Studierenden aus München, von denen 86 Prozent gerne auch an der Isar arbeiten möchten. In Hamburg gibt es sogar 89 Prozent Umzugsmuffel.

Bachelor-Studierende werden selbstbewusster

Ein weiteres spannendes Ergebnis der Studie: Gerade Bachelor-Studierende werden zunehmend selbstbewusster, wenn es um das Thema Gehaltsverhandlung geht. Das heißt, gerade bei jüngeren Wirtschaftsabsolventen und Ingenieuren müssen sich die Arbeitgeber auf höhere Gehaltsforderungen einstellen.

Während sich das Wunschgehalt der Masterabsolventen der Wirtschaftswissenschaften in den letzten fünf Jahren um nur 500 Euro auf 45.200 Euro erhöht hat, erwarten Bachelorabsolventen mit aktuell 43.400 Euro stolze 3.400 Euro mehr Gehalt als noch 2010. Interessant hierbei: Ob Master oder Bachelor, Frauen sind nach wie vor wesentlich bescheidener als ihre männlichen Counterparts. Sie fordern im Schnitt 5.600 Euro weniger Gehalt als ihre männlichen Kommilitonen.

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