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Berufsbilder der IT: Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung

Berufsbilder der IT: Frau ist vertieft in Nullen und Einsen

Foto: Pixabay.com

IT -Fachkräfte sind derzeit gefragt wie nie. Allein in der job and career-Jobbörse zur CeBIT 2016 sind mehrere tausend freie Stellen zu finden. Für Jobsuchende in diesem Bereich sind die Karriereperspektiven also besser denn je. Auch mit dem Gehalt können ITler zufrieden sein: Im aktuellen StepStone-Gehaltsreport stehen IT-Fachkräfte im Ranking der deutschlandweiten Top-Verdiener mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 57.900 Euro auf Platz vier hinter Ärzten, Juristen und Ingenieuren.

Doch was macht den Job eines IT-Spezialisten genau aus? Besteht dieser Beruf tatsächlich nur aus Einsen und Nullen? Sind Arbeitskräfte aus dieser Berufsgruppe alle Nerds mit Nickelbrille und zerzausten Haaren, die im stillen Kämmerlein vor sich hin programmieren? Nein. Der IT-Beruf hat sich gemausert und winkt mit spannenden Projekten, anspruchsvollen Aufgaben und vielfältigen Themengebieten.

Wir haben uns die Berufsgruppen im IT-Segment genauer angesehen. In unserer neuen Serie „Berufsbilder der IT“ werden wir die gängigsten Jobvarianten vorstellen. Den Anfang macht der Fachinformatiker für Anwenderentwicklung.

Kenntnisse verschiedenster Programmiersprachen sind gefragt

Für diesen Beruf sind neben einem kundenorientierten Auftreten und guter Kommunikation insbesondere Kenntnisse verschiedenster Programmiersprachen notwendig. Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung müssen außerdem ein tiefes Verständnis für Betriebssysteme mitbringen und sich mit unterschiedlichen Datenbanksystemen auskennen. Auch Methoden des Software Engineerings müssen sie beherrschen. Dafür ist es notwendig, sich über neueste technische Entwicklungen zu informieren und sich ständig weiterzubilden.

Routine? Fehlanzeige!

Routine kommt bei einem Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung selten auf. In diesem Berufssegment konzipieren und realisieren Informatiker kundenspezifische Softwareanwendungen, heißt es im Berufenet der Bundesagentur für Arbeit. Dabei gestaltet sich jeder Auftrag anders, da jeder Kunde unterschiedliche Vorstellungen und Bedürfnisse hat. Zusätzlich korrigieren sie mithilfe von Experten-­ und Diagnosesystemen Softwarefehler und statten ihre Kunden mit dem benötigten Know-How aus. Regelmäßige Schulungen der Kunden gehören zum Berufsalltag.

Kreative Lösungen mit gutem Teamwork

Eigenbrötler sind in diesem Berufsfeld also nicht zu gebrauchen. Ganz im Gegenteil, Teamwork ist in der modernen Arbeitswelt wichtiger denn je. Projektarbeit funktioniert heutzutage einfach nicht mehr allein. Nur im Team, mit unterschiedlichen Ansätzen und Denkstrukturen, entstehen die kreativsten Lösungen – so viel also zum Thema ITler und das stille Kämmerlein.

Einsatz in den verschiedensten Branchen

Die Stellenangebote im job and career-Jobportal beweisen, dass Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung in nahezu allen Wirtschaftsbereichen gebraucht werden. So ist die „MYTOYS GROUP“, E-Commerce Unternehmen und Onlineanbieter für Kinderartikel, ebenso auf der Suche, wie der Dienstleister „Amadeus FiRe AG“ und der Logistikbetrieb „Kühne + Nagel“.

Fachinformatiker der Fachrichtung Anwendungsentwicklung ist ein Ausbildungsberuf in Industrie und Handel, der wie in Ausbildungen üblich, drei Jahre dauert. Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht festgelegt, allerdings stellen Unternehmen bevorzugt Bewerber mit Hochschulreife ein.