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Cyberkriminalität: James Bonds der IT gesucht

Cyberkriminalität: James Bonds der IT gesucht

Dr. Hans-Georg Maaßen, Präsident des BfV, sprach am 17.03.2016 auf der CeBIT in Hannover auf der job and career STAGE in Halle 11. Foto: Claudia Levetzow.

Geheimagenten im Auftrag Ihrer Majestät, wilde Verfolgungsjagden, Spionage und verdeckte Ermittlungen, so stellt sich das Gros der Gesellschaft die Arbeit von Nachrichten- und Geheimdiensten vor – wie im Film. Natürlich gehören diese Komponenten zur Arbeit solcher Institutionen, jedoch steckt viel mehr dahinter, als viele denken.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) beispielsweise, der Inlandsnachrichtendienst der Bundesrepublik Deutschland, hat die Aufgabe, Schaden vom deutschen Staat, von der freiheitlichen demokratischen Grundordnung und von der Bevölkerung abzuwehren. Dafür braucht die Institution aber nicht nur Geheimagenten à la 007, sondern auch Helden der anderen Art: IT-Profis. Für was genau? Für den Kampf gegen die Cyberkriminalität. In seinem Vortrag legte Dr. Hans-Georg Maaßen, Präsident des BfV, gestern auf der job and career STAGE der CeBIT 2016 dar, wie wichtig talentierter und motivierter IT-Nachwuchs für die BfV ist.

Netz als digitales Schlachtfeld der Zukunft – ein Nährboden für Cyberkriminalität

Das BfV sammelt und analysiert Informationen über extremistische, terroristische oder sonstige sicherheitsgefährdende Bestrebungen sowie über die Tätigkeiten fremder Geheimdienste gegen den Staat. Gefährdungen treten aber nicht nur im realen, physischen, sondern auch im virtuellen Raum auf. Hans-Georg Maaßen nennt das World Wide Web ein „digitales Schlachtfeld der Zukunft“. Die Kriege der Vergangenheit seien mit dem Heer, der Luftwaffe und der Marine geführt worden. Heutzutage gelten laut Maaßen neue Dimensionen: Auch der Cyberraum wird von Terroristen und Extremisten für kriminelle Aktivitäten missbraucht.

Daher sei es notwendig, sich vor allem in der Defensive technisch besser aufzustellen. Denn je weiter die digitale Transformation voranschreite, desto aggressiver und ausgefuchster würden die Angriffe auf Ziele im Netz und auf Institutionen aller Art. Jeder erinnere sich an die virtuellen Attacken auf das Bundeskanzleramt oder SONY. Umso besser müsse also die Abwehr solcher Attacken funktionieren. Dafür werden dem BfV-Präsidenten zufolge neben Hard- und Software auf dem allerneuesten Stand der Technik auch Menschen benötigt, die sie anwenden können.

IT-Profis für die Abwehr virtueller Attacken gesucht

Terroristen, Extremisten und andere Geheimdienste haben viele schlaue IT-Techniker hinter sich, die in der Lage sind, schwerwiegende Angriffe auszuführen, so Maaßen. Diesen müssten ebenbürtige Gegner gegenübergestellt werden. Deshalb hat sich das BfV auf der job and career at CeBIT 2016 positioniert: Nachrichtendienste brauchen demnach ein großes Know-how in der IT, um sich in der Cyberwelt gegen Angriffe wappnen zu können: IT-Profis sind begehrt.

Kreative neue Mitarbeiter werden gesucht und das in allen Bereichen der IT: Die Geheimdienste benötigen sie in Berufen wie dem Geoinformatiker, Systemintegrator oder Anwendungsentwickler. „Wir freuen uns auf tüchtige Mitarbeiter, die Spaß am nachrichtendienstlichen Arbeiten haben und gewillt sind, etwas fürs Allgemeinwesen zu tun. Es geht nämlich nicht darum, Bürger auszuspionieren. Es geht um die Sicherheit aller“, erklärt Maaßen. Der BfV sei insoweit ein Dienstleister der Demokratie und der inneren Sicherheit des Landes und suche entsprechend ideell eingestellte Mitarbeiter.

Cyberkriminalität: James Bonds der IT gesucht

Dr. Hans-Georg Maaßen, Präsident des BfV, sprach am 17.03.2016 auf der CeBIT in Hannover auf der job and career STAGE in Halle 11. Foto: Claudia Levetzow.

1 Kommentar

  1. Was die Eigenwerbung des Inlandsgeheimdienstes verschweigt: Auch bisher gab es kreative Mitarbeiter wie Andreas Temme, der beim NSU-Mord in Kassel anwesend war oder freie Mitarbeiter Nazikader Tino Brandt, der als V-Mann 200.000 DM Honorar bekam und freizügig in der Szene verbreitete. Sorry Leute, für so einen Laden will man nicht arbeiten. Zumindest wenn man einen kleinen Rest Anstand hat.

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