Menü

Die Rosine verändert die Arbeitswelt: Achtsamkeit, Meditation, Selbstfindung & Co.

Die Rosine verändert die Arbeitswelt: Achtsamkeit, Meditation, Selbstfindung & Co.

Foto: Pixabay

Plötzlich ziehen Emotionen in unsere Unternehmen ein – sogar der Chef hat auf einmal Gefühle! Ein gemeinsames „achtsames Mittagessen“, Meditationsräume oder ganze Seminarprogramme zur Achtsamkeit finden Einzug in Betriebe. Längst hat die Achtsamkeitslehre die Esoterik-Ecke verlassen und ist so langsam auch in deutschen Unternehmen angekommen: SAPs „Global Mindfulness Practice“ ist die populärste Weiterbildung, Google in Hamburg stellt seinen Mitarbeitern Schlafbereiche zum „Power-Napping“ bereit und die BASF hat ein ganzes Gesundheitszentrum mit Meditationskursen. Hieß es früher einmal, ein guter Vorgesetzter soll sich nicht von seinen Gefühlen leiten lassen, lautet die neue Devise genau anders: Emotionen definieren, wer wir sind und wie wir handeln und führen.

„Achtsame Führung“ ist aktuell das Trendthema in den Führungsetagen. Achtsamkeit, Selbstfindung und -regulierung, Empathie sowie Stressreduktion sind, in einer Arbeitswelt, die geprägt ist von Umsatzzahlen und Zeitdruck, die Leitplanke für Führungskräfte.

Hier kommt die Rosine ins Spiel

Die Achtsamkeitslehre stammt aus dem traditionellen Buddhismus. Die Buddhisten nutzen Meditation, um ihr inneres Ich, ihren Geist zu beruhigen, auszugleichen und ihre bewusste Wahrnehmung zu trainieren. Achtsamkeit wird definiert als eine bestimmte Form der Aufmerksamkeit, in der man ganz bewusst und absichtsvoll im gegenwärtigen Moment ist, ohne irgendwas zu bewerten.

Wenn man die Rosine lange genug betrachtet, denkt man, sie käme aus einem anderen Universum. #achtsamkeit Klick um zu Tweeten

Eine beliebte Einstiegsübung der Achtsamkeitslehre ist das Betrachten der Rosine. Dabei „erlebt“ man die Rosine in acht Schritten ganz bewusst: in der Hand halten, sie betrachten, berühren, an ihr riechen, sie schmecken, beißen und schlucken und diesen Prozess im Nachhinein zu betrachten. Dabei soll die Wirkung von Achtsamkeit verdeutlicht werden.

Achtsame Folgen für das ganze Unternehmen

Achtsamkeit hat eine wichtige Bedeutung in der heutigen Arbeitswelt, denn diese ist von so vielen Unsicherheiten geprägt, man ist so vielen Veränderungen ausgesetzt, die nicht vorhersehbar sind. Die Achtsamkeitslehre stärkt einen innerlich – man kann im Zuge dessen besser mit Konflikten umgehen und ist viel klarer auf sein Umfeld ausgerichtet. Das achtsame Management wirkt sich auch auf den Mitarbeiter aus: sie können sich dadurch in stressigen Situationen besser wahrnehmen, sich auf wichtige Aufgaben fokussieren und Entscheidungen treffen. Man ist engagierter, hat mehr Vertrauen in seinen Vorgesetzten und fehlt dadurch seltener. Für die Organisation des Unternehmens betrachtet, werden im Zuge der Achtsamkeit Hierarchien reduziert. Projektteams arbeiten selbstständig und eigenverantwortlich, sodass die Eigenaktivität selbst in schwierigen Zeiten gestärkt ist.

Achtsamkeit, Meditation, Selbstfindung & Co – Emotionen erhalten Einzug in unsere Arbeitswelt und wir sollten ihnen diese gewähren. Gefühle realisieren, reflektieren und sie achtsam und bewusst im Unternehmen zu leben, davon hat nicht nur jeder einzelne für sich etwas, sondern davon profitieren alle. Also, ran an die Rosinen und der Empathie einmal freien Lauf lassen – es lohnt sich!