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Fachkräftemangel – ein teures Vergnügen

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Q.pictures/pixelio.de

Er ist in aller Munde und das nicht nur bei den Recruiting-Spezialisten: der Fachkräftemangel in Deutschland. Gerade im MINT-Sektor suchen viele Firmen derzeit immer händeringender nach fachlich geeigneter Unterstützung – und das wird insbesondere für den Mittelstand zunehmend auch zum handfesten finanziellen Problem.

Für viele Personaler ist es zum Haareraufen: Über 80 Tage verghehen laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Schnitt in deutschen Unternehmen zwischen der Ausschreibung einer Stelle und der Neubesetzung mit einer qualifizierten Verstärkung. Und das ist nur der Durchschnitt. Gerade wichtige Stellen, für die spezielles Know-how benötigt wird, bleiben oft noch viel länger unbesetzt.

Alarmierende Zahlen

Eine aktuelle Studie von Ernst & Young hinterlegt diesen Trend mit alarmierenden Zahlen: 75 Prozent der insgesamt 700 befragten Mittelständler gaben an, schon heute nicht ausreichend geeignete Mitarbeiter zu finden, um freiwerdende oder neue Stellen zu besetzen. Und 64 Prozent, also fast zwei Drittel der Unternehmen erklärten, dass der Fachkräftemangel in ihrem Unternehmen bereits heute zu realen Umsatzeinbußen führt. Insgesamt entgeht dem deutschen Mittelstand auf diese Weise hochgerechnet pro Jahr die enorme Summe von rund 33 Milliarden Euro.

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Im Fokus: Internationale Spezialisten, Frauen und ältere Fachkräfte

In diesem Zusammenhang rückt vor allem die Suche nach geeigneten Kandidaten im Ausland immer stärker in den Fokus der Unternehmen. Bereits über 30 Prozent der befragten Arbeitgeber geben an, „intensiv“ oder „sehr intensiv“ nach ausländischen Fachkräften Ausschau zu halten. Vor zwei Jahren waren es lediglich 18 Prozent.

Auch die gezielte Ansprache von Frauen und älteren Personen ist im Kommen: 37 Prozent der befragten Unternehmen sind in dieser Richtung aktiv  – noch vor zwei Jahren hatte nur jeder vierte befragte Mittelständler das Thema bei der Rekrutierung auf dem Schirm. Bereits 47 Prozent der Unternehmen unterstützen beispielsweise ältere Mitarbeiter gezielt bei ihrer Arbeitsgestaltung.

Klicken Sie hier, um sich das komplette Ernst & Young Mittelstandsbarometer anzusehen. Das Thema Fachkräftemangel wird ab Seite 16 des Reports detaillierter dargestellt.

Click to tweet: Fachkräftemangel – ein teures Vergnügen. http://bit.ly/GR5304  #blog #jobandcareer

2 Kommentare

  1. Hallo,

    meiner Meinung sind die wichtigsten Faktoren für eine
    erfolgreiche Personalarbeit, die Erarbeitung eines
    individuellen positiven Images und die nachhaltige
    Recrutierung der eigenen Jugend. Vor allem kleinere
    Unternehmen können Mitarbeiter z.B. ein Arbeitsklima
    bieten, was so in großen Unternehmen nicht möglich ist.

    Auch durch eine faire Behandlung der Mitarbeiter und
    andere soziale Faktoren kann ein Unternehmen
    punkten. Geld bzw. das Gehalt ist zwar wichtig, aber
    bei weitem nicht der einzige Faktor um Fachkräfte
    an ein Unternehmen zu binden.

    freundliche Grüße
    Josef Altmann

  2. Vielen Dank für Ihre Anmerkung. Da kann ich Ihnen nur zustimmen, zumal natürlich zufriedene Mitarbeiter eines der besten Aushängeschilder für ein Unternehmen sind und ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn es darum geht, die passenden neuen Mitarbeiter zu gewinnen.

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