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Mehr Demokratie in Unternehmen: Der Film AUGENHÖHE zeigt, wie das funktionieren kann

Mehr Partizipation, Potenzialentfaltung und Selbstbestimmung am Arbeitsplatz: Das hört sich für viele Menschen verlockend an und wird, nicht zuletzt im Zuge der Fachkräfteengpässe in vielen Branchen, auch zunehmend für Arbeitgeber ein Thema. Doch wie kann diese Demokratisierung in der Praxis funktionieren? Wir sprachen mit Sven Franke, Mitinitiator und Mitglied des Kernteams des Films AUGENHÖHE, der sich diesem Thema widmet. Den ganzen Film mit anschließender Diskussion gibt es auch am Donnerstag, 19. Mai, auf der Messe PERSONAL Süd  ab 16:40 Uhr im Praxisforum 4.

Sven Franke, Unternehmer und Mitinitiator des Films AUGENHÖHE.

Sven Franke, Unternehmer und Mitinitiator des Films AUGENHÖHE.

Herr Franke, worum geht es genau bei dem Film AUGENHÖHE?

In den Medien ist eine Diskussion darüber aufgekommen, inwiefern Unternehmen sich mit einer „Demokratisierung von Führung“ neu positionieren können. Steigender internationaler Konkurrenzdruck, die Digitalisierung der Wirtschaft, Fachkräfteengpässe und Innovationsfähigkeit sind die zentralen Treiber dieser Debatte. Mit dem Film zeigen wir, dass es dabei nicht nur um ein Medienthema geht, sondern dass Selbstbestimmung und Partizipation schon vielfach gelebt wird. Wir haben eine ganze Bandbreite von Beispielen ausgewählt – von einem Metallverarbeiter aus dem produzierenden Gewerbe, bei dem die Mitarbeiter nicht alle am Rechner sitzen und vernetzt sind, über eine Klinikeinrichtung bis hin zum Konzern adidas. Wir lassen die Menschen in diesen Organisationen zu Wort kommen, so dass eine Idee davon entsteht, was Augenhöhe am Arbeitsplatz bedeutet.

Der Film soll vor allem einen Sehnsuchtsgedanken wecken. Wir möchten die Vorstellung aus den Köpfen bekommen, dass es DEN großen Plan für eine neue Form der Zusammenarbeit in Unternehmen gibt. Denn es sind immer die kleinen Schritte. Man probiert etwas aus und schaut, ob es funktioniert.

Wie ist insgesamt das Echo auf den Film?

Zur Premiere kamen 400 Gäste, was für uns unglaublich war. Denn bereits im Vorfeld war klar, dass der Film am nächsten Tag für nicht-kommerzielle Zwecke zum kostenlosen Download zur Verfügung steht. Zudem waren schon vor der Premiere rund 20 Veranstaltungen geplant, um den Film zu zeigen. Das war ein immenser Vertrauensvorschuss und zeigt: Das Thema bewegt und der Film ist nur Anstoß für die weitere Diskussion.