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Finanzprofis: Jobaussichten unbeeinflusst von aktueller Marktunsicherheit

Foto: pixabay.com

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Die aktuellen Entwicklungen auf dem Finanzmarkt haben derzeit noch keinen Einfluss auf die Personalplanung deutscher CFOs. 88 Prozent der deutschen Finanzverantwortlichen planen, im zweiten Halbjahr 2015 neue Mitarbeiter einzustellen. Im Vergleich zu vor zwei Jahren ist die Anzahl derjenigen, die ihr Finanz- und Rechnungswesen personell aufstocken wollen, sogar um 5 Prozent gestiegen. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleisters Robert Half, an der 200 CFOs in Deutschland teilnahmen.

Neue Projekte sind stärkster Einstellungsmotor

Während 46 Prozent der Studienteilnehmer offene Positionen mit neuen Finanzprofis besetzten möchten, planen weitere 42 Prozent, in den nächsten sechs Monaten zusätzliche Stellen zu schaffen. Die Einstellungsabsichten sind an erster Stelle auf neue Projekte zurückzuführen, gefolgt von dem Ausbau des Produkt- oder Leistungsportfolios. Im Gegensatz zu vor zwei Jahren geben allerdings nur 34 Prozent der CFOs die Erschließung neuer Märkte als Motivation für die Einstellung neuer Mitarbeiter an. 2013 war dies noch für fast jeden zweiten CFO der Grund für mehr Personal. Stattdessen liegt der Fokus der CFOs zunehmend auf dem nationalen Geschäftswachstum, das mit 35 Prozent Zuspruch auf die dritte Position gerückt ist.

„In Deutschland treiben CFOs aktuell die Digitalisierung der Finanzabteilungen voran, um eine ganzheitliche Datenanalyse, ein gutes Risikomanagement und effiziente Buchungsvorgänge zu gewährleisten“, erläutert Sven Hennige, Senior Managing Director Central Europe & The Netherlands bei Robert Half. „Bei diesen Initiativen fehlt es vielfach an personellen Ressourcen oder internem Know-how. Seit Jahresbeginn registrieren wir daher auch deutlich mehr Kundenanfragen nach Finanzprofis auf Zeitarbeits- oder Interimbasis, die die Unternehmen bei diesen Projekten temporär unterstützen sollen, bis eine langfristige Entscheidung gefällt wird.“

Mittelstand auf Expansionskurs

Der Blick auf die Unternehmensgröße zeigt, dass die Einstellungsabsichten in mittelständischen Unternehmen am höchsten sind. Während in Konzernen 42 Prozent und in kleinen Firmen lediglich 34 Prozent der Finanzvorstände zusätzliche Arbeitsplätze schaffen möchten, planen dies in mittelständischen Unternehmen 45 Prozent. Dort ist der Bedarf an Fachkräften für die Bewältigung von neuen Projekten besonders hoch (60 Prozent).

Optimistische Wachstumsperspektiven für das kommende Jahr

Die hohen Einstellungspläne der CFOs gehen mit den positiven Erwartungen an die Wachstumsperspektiven einher. Trotz der derzeitigen wirtschaftlichen Verwerfungen auf den europäischen Finanzmärkten sind 90 Prozent der Finanzvorstände und -leiter in Deutschland einigermaßen oder sehr zuversichtlich, dass die deutsche Wirtschaft auch in den nächsten zwölf Monaten weiter wächst.

„Trotz der unsicheren Entwicklungen in Europa sind die CFOs hinsichtlich der Wachstumsperspektiven in Deutschland nach wie vor optimistisch. Das erklärt auch den deutlich stärkeren Fokus auf das nationale Geschäftswachstum im Vergleich zu vor zwei Jahren“, so Sven Hennige. “Um die unternehmenseigenen Ziele zu erreichen, benötigen CFOs qualifizierte Finanzprofis. Dabei wird in nahezu allen Bereichen im Finanz- und Rechnungswesen aufgestockt, wobei die Personalsuche insbesondere im Bereich Finanzanalyse und –management eine große Herausforderung für die Unternehmen darstellt“.

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