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Gehaltsverhandlungen: So verhalten sich Personaler und Bewerber richtig

Gehaltsverhandlungen: So verhalten sich Personaler und Bewerber richtig

Foto: www.stocksnap.io

Gehaltsverhandlungen im Bewerbungsgespräch sind sowohl für das Unternehmen als auch für den Bewerber stets eine heikle Angelegenheit. Für den Personalverantwortlichen ist es natürlich wichtig, dass das Engagement wirtschaftlich für das Unternehmen ist. Der Bewerber wiederum möchte sich nicht unter Wert verkaufen, gleichzeitig aber auch nicht gierig wirken. Wie gehen beide Parteien also vor?

Eine gute Vorbereitung ist das A und O

Der Personalmitarbeiter sollte sich auf jeden Fall darüber informieren, wie hoch die branchentypischen Gehaltszahlungen für die ausgeschriebene Stelle sind. Dementsprechend wird der Bewerber ein Gehalt in dieser Gehaltsklasse fordern. Die Forderung richtet sich aber auch nach dem Profil des Bewerbers selbst. Ein promovierter Bewerber wird mehr verlangen, als jemand mit einer einfachen Berufsausbildung.

Grundsätzlich ist es für den Personalverantwortlichen besser, je weniger der Bewerber nach dem Unterzeichnen des Arbeitsvertrages verdient. Das Gehalt sollte jedoch nicht zu stark von den Gehältern gleichwertiger Mitarbeiter innerhalb des Unternehmens abweichen. Wird dem Bewerber nämlich ein höheres Gehalt zugesagt, kann dies zu Unzufriedenheit bei den anderen Mitarbeitern führen. Auf der anderen Seite fühlt sich der neuen Mitarbeiter eventuell hintergangen, wenn er wesentlich weniger verdient, als die etablierten Kollegen.

Bonuszahlungen als Verhandlungsbasis

Kommen die Verhandlungen an einen Punkt, an dem der Personalarbeiter mit dem Gehalt nicht weiter nach oben gehen kann, doch auch der Bewerber keinen Kompromiss eingehen möchte, gibt es die Möglichkeit, sich über Bonuszahlungen zu einigen. Diese können zum einen in Form von geldwerten Vorteilen wie Firmenwagen, Diensthandy oder betriebliche Altersvorsorge oder durch Leistungsprämien ausgezahlt werden. Für viele Bewerber ist dies eine gern akzeptierte Alternative. Gestalten sich dadurch buchhalterische Schwierigkeiten, können sie mit einer Softwarelösung, wie beispielsweise dieser, behoben werden.

Positives Bewerbungsgespräch als Basis für Gehaltsverhandlungen

Für den Bewerber gilt: Je besser das Bewerbungsgespräch läuft, desto einfacher gestalten sich die Gehaltsverhandlungen. Deshalb sollte der Bewerber auf Folgendes achten:

Vollständige Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Anschreiben, Zeugnisse etc.)

– Zustand der Bewerbungsunterlagen (Sauberkeit, Rechtschreibung etc.)

– Höfliches, selbstsicheres Auftreten

– Vorab Informationen über den künftigen Arbeitgeber und das Tätigkeitsprofil der ausgeschriebenen Stelle einholen

– Bereits vor dem Gespräch sollte eine akzeptable Gehaltsspanne festgelegt werden

Auf keinen Fall sollte der Bewerber das Thema Gehalt von sich aus ansprechen. Der Verhandlungspartner wird dies früher oder später selbst tun, wahrscheinlich indem er fragt, wie die Gehaltsvorstellungen des Bewerbers aussehen. Dann ist es ratsam eine Ober- und Untergrenze anzugeben.

Grundsätzlich sollte man sich nie unter Wert verkaufen. In den meisten Fällen hat der Personaler einen größeren Verhandlungsspielraum, als er auf den ersten Blick zeigt. Der Gehaltswunsch selbst sollte immer begründet werden können, beispielsweise mit besonderen Zusatzqualifikationen, Berufserfahrung oder Studienleistungen. In vielen Fällen winkt aber nicht nur Bargeld, sondern auch die bereits erwähnten geldwerten Vorteile. Vor dem Gespräch sollte sich der Bewerber deshalb klar machen, ob diese Leistungen für ihn eine Option sind.