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Gender Diversity: SIEgER-Team statt Geschlechterkampf

Gender Diversity: SIEgER-Team statt Geschlechterkampf

Foto: Privat

Nach Feierabend sitzen zwei Arbeitskollegen im Biergarten und lassen sich leicht gereizt über ihre neue Chefin und deren Eigenarten aus. Und dann fällt er, denn dieser Satz musste fallen: „Typisch Frau, die versteht es einfach nicht!“ Kennen Sie das, wenn Männlein und Weiblein sich manchmal einfach nicht verstehen wollen oder können? Haben Sie auch manchmal das Gefühl, Sie reden am anderen Geschlecht vorbei, egal ob im privaten, oder im beruflichen Umfeld?

Auch Katrin Seifarth, Gründerin und Inhaberin der Coaching-Agentur „train effect“, kann davon ein Lied singen. Sie hat aus Ihren Erfahrungen allerdings gelernt und zeigt heute auf humorvolle und dennoch fundierte Art, wie Frauen und Männer im Zeitalter von Gender Diversity konfliktfreier und effizienter zusammenarbeiten und die Stärken des jeweils anderen Geschlechts optimal nutzen.

Auf der job and career-STAGE der Automechanika 2016 stellte sie an den vergangenen Tagen anhand von acht konkreten Beispielen dar, wie Mann und Frau gegenseitig ihre Potenziale erkennen und damit umgehen sollten. Der Geschlechterkampf im Unternehmensalltag soll ab sofort der Vergangenheit angehören. Dadurch werden sich nach Ihren Ausführungen nicht nur das Klima im Büro, sondern auch die Geschäftsergebnisse deutlich verbessern.

Unterschiedliche Gehirnstrukturen bei Mann und Frau

Ihre beiden Protagonisten ERwin, ein klassischer „er“ aus dem Geschäftsleben, und SIEglinde, eine klassische, sehr weibliche „sie“, lassen die Zuhörer an einem sehr typischen Bürotag teilhaben.

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Grundlegend ist hierbei ist, dass Mann und Frau in ihren Gehirnstrukturen unterschiedlich verknüpft sind: Während der männliche Kollege in den „Boxen“ Freizeit und Arbeit denkt, agiert seine weibliche Kollegin grundsätzlich beziehungsorientiert und kann dabei beruflich und privat sehr schwer trennen. Jeder hat seine eigene Macke – Konflikte sind hier vorprogrammiert!

Sei es in Meetings, in der Mittagspause, beim Feedbackgespräch oder beim Delegieren von Projektarbeit, genauso auch in der Bar nach Feierabend; Stolperfallen lauern dem jeweils anderen Geschlecht überall.

Missverständnisse im Büroalltag

Das kann schon montags morgens beim ersten Zusammentreffen nach dem Wochenende passieren: Montagmorgen 9:00, ERwin kommt ins Büro, fragt SIEglinde „Guten Morgen, alles klar?“, setzt sich an seinen Schreibtisch und fängt sofort an zu arbeiten. Denn schon beim Betreten des Gebäudes hat er seine „Box“ umgeschaltet, von Freitzeit auf Arbeiten, das heißt, seine Gedanken sind geleitet von Unternehmenszielen, Zahlen, Projekten, Meetings mit dem Chef, Ergebnissen und vielem mehr.

Für SIEglinde ist das ganz grausam – sie ist nämlich total beziehungsorientiert und versteht nicht, warum er ihre Antwort nicht einfach abwarten kann, bevor er anfängt zu arbeiten. Das versetzt sie sofort ins Grübeln und sie tauscht sich mit ihrer Kollegin aus: „Was hat der nur? Irgendwas stimmt da nicht… – hat bestimmt Stress zuhause.“

Gender Diversity: SIEgER-Team statt Geschlechterkampf

Foto: Pixabay.com

Und wunderbar, die Gerüchteküche brodelt – „Kollege Kuntze hat Eheprobleme!“. Dabei hat er doch einfach nur gesagt: „Guten Morgen, alles klar?“ und schon entsteht Drama.

Dabei gibt es für diese Situation eine ganz einfache Lösung: einen kurzen Smalltalk führen. Das beruhigt sie. Er kann sie fragen, wie ihr Wochenende war oder wie es der Familie geht, anschließend werden die Tagespunkte besprochen und beide schalten in den Arbeitsmodus um – ohne Drama.

Die Zusammenarbeit im Unternehmen könnte doch so viel erfolgreicher sein, wenn man sich nur auf den anderen und dessen Ecken und Kanten einlässt, ist Seifarth überzeugt. Statt zu kritisieren und zu kommentieren, gelte es, solche Unterschiede zu achten und Gender Diversity im Unternehmen zu leben – denn genau dort schlummere Potenzial!


Bis Samstag finden noch täglich von 10:00 bis 16:00 allerlei spannende Vorträge auf der job and career STAGE statt – schauen Sie gerne vorbei! Infos zu unserem kompletten Programm finden Sie hier.

Wir freuen uns außerdem über die Dokumentation Ihres Messeerlebnisses in den Sozialen Medien und sind gespannt auf Ihre Posts, Kommentare und Fotos bei Facebook, Twitter und Co. unter #jobandcareer.