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Bewerben über Google: Suchen, aber nicht gefunden werden

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Foto: pixabay.com

„Googeln“ ist für viele Menschen zum Synonym für „suchen“ avanciert – und wird seit mittlerweile 10 Jahren sogar offiziell im Duden gelistet.

Dementsprechend selbstverständlich suchen heute bereits 73,2 Prozent der Bewerber ihre neue Stelle nicht nur in Online-Jobportalen, sondern auch direkt über Google. Das hat das Netzwerk CareerBuilder in der 360°-Befragung „Recruiting 2014“ herausgefunden. Dennoch lässt fast der gleiche Anteil der Recruiter, nämlich 72,7 Prozent, die Suchmaschine ungenutzt, wenn es darum geht, geeignete Kandidaten zu finden.

Personaler ignorieren Potenzial von Google

Überraschenderweise ignoriert also der Großteil der HR-Verantwortlichen das Potenzial von Google und betreibt weder Suchmaschinenoptimierung (SEO) noch Suchmaschinenmarketing (SEA). Zwar planen immerhin 19,1 Prozent der Studienteilnehmer künftig verstärkt entsprechende Maßnahmen einzusetzen, doch die Hälfte der befragten Unternehmen bleibt in diesem Bereich weiter inaktiv.

Betrachtet man die Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern, so ist der Anteil derjenigen, die keinerlei Aktivitäten rund um Google betreiben mit 66,4 Prozent etwas geringer, aber immerhin 23 Prozent in dieser Gruppe planen künftig, mehr auf das Potenzial von Suchmaschinen zu setzen. Dennoch klafft auch hier eine Lücke: Dort, wo Bewerber häufig suchen und gerade auch in Zukunft häufiger suchen werden, wird ein Großteil der Unternehmen nicht oder nur schlecht gefunden.

Popularität bei Bewerbern ungebrochen

Gleichzeitig nimmt die Bedeutung der beliebten Suchmaschine bei den Bewerbern deutlich zu: Jeder zweite der befragten Bewerber gibt an, sehr häufig oder häufig nach Jobs zu googeln (47,8 Prozent). Ebenso viele möchten dies künftig verstärkt tun (52,1 Prozent). Wenig überraschend: In der Gruppe der unter 25-Jährigen ist der Gesamtanteil der Job-Googler mit 83,7 Prozent noch deutlich höher.

Eine Ursache für die Google-Lücke, die zwischen Personalern und Kandidaten klafft, ist überraschenderweise, dass die meisten Personaler andere Maßnahmen wie beispielsweise Mitarbeiterempfehlungsprogramme schlichtweg noch immer als erfolgreicher einstufen. Und, auch das leuchtet als Erklärung ein: In nur 18 Prozent der Unternehmen haben die Personalabteilungen überhaupt die Entscheidungsgewalt darüber, welche SEO-Maßnahmen eingesetzt werden und wofür sie genutzt werden.

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