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Hochschulen: Internationaler Austausch boomt

An den deutschen Hochschulen boomt der internationale Austausch.

Foto: pixabay.com

Noch nie waren an deutschen Hochschulen mehr ausländische Studierende eingeschrieben als heute. Und auch nach dem Studienabschluss bleibt jeder zweite ausländische Absolvent zunächst in Deutschland – deutlich mehr als bisher angenommen.

Gleichzeitig gehen deutsche Studentinnen und Studenten im internationalen Vergleich besonders häufig für studienbezogene Aufenthalte ins Ausland.

Das geht aus dem Bericht „Wissenschaft Weltoffen 2014“ hervor, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit dem Deutschen Akademischen Austauschdient (DAAD) und dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) diese Woche vorgestellt hat.

Deutsche Studierende überdurchschnittlich mobil

Rund 134.000 Deutsche studierten im Jahr 2011 im Ausland, etwa jeder dritte Studierende in Deutschland absolvierte während seines Studiums einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt. Die deutschen Studierenden sind damit im Vergleich zu den meisten anderen Ländern überdurchschnittlich mobil.

Kürzer, später und weniger weit weg

Wenn Studenten heute ins Ausland gehen, dann eher kürzer und später als noch vor einigen Jahren. Laut DAAD nutzen sie oft die Zeit zwischen Bachelor- und Masterstudium. Am wenigsten Lust darauf, ins Ausland zu gehen, haben laut des Berichts die Lehramtsstudenten. Und: Deutsche Studenten zieht es seltener als zuvor in die USA. Im Studienjahr 2001 strebten fast 10.000 einen US-Abschluss an, im Jahr 2013 nur noch knapp 6000. Heute entscheiden sich viele eher für das nähere europäische Ausland, vor allem für Österreich. Der Grund hierfür dürfte eher der deutsche NC sein als übertriebenes Fernweh.

Rekordzahl ausländischer Studierender

Deutschland ist nach den USA und Großbritannien im internationalen Vergleich das beliebteste Gastland für Studierende. Die Zahl aller ausländischen Studenten in Deutschland lag im Wintersemester 2013/14 erstmals über der Marke von 300.000. Damit kommt etwa jeder zehnte Student in Deutschland aus dem Ausland. Im vergangenen Jahr waren es noch 16.000 weniger. Die größte Gruppe davon bilden mit mehr als 25.000 Studenten die Chinesen.

Ingenieurdisziplinen besonders begehrt

Besonders groß ist der Zustrom in Masterstudiengänge. Überproportional viele Ausländer studieren in Deutschland Ingenieursdisziplinen.

Und nicht nur bei den Studierenden, sondern auch beim akademischen Personal ist Deutschland beliebt. Rund 35.300 wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiter mit ausländischer Staatsbürgerschaft waren 2012 an deutschen Hochschulen beschäftigt. Ihr Anteil an den Hochschulangehörigen liegt damit bei etwa zehn Prozent.

Abb 67

Quelle: Wissenschaft Weltoffen 2014

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