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Jobsuche: Mit diesen Tipps klappt’s im Ausland

Jobsuche: Mit diesen Tipps klappt’s auch im Ausland

Foto: Pixabay.com

Spätestens nach Abschluss des Studiums stellen sich viele Absolventen die Frage, wo ihre berufliche Zukunft hingehen soll. Manche studieren einfach weiter, andere überbrücken die Zeit bis zur beruflichen Sinnerfüllung mit Gelegenheitsjobs und ein paar Mutige wagen den Schritt in ein anderes Land.

Damit dieser Schuss nicht nach hinten losgeht, ist es wichtig, folgendes zu beachten:

Sprachkenntnisse richtig einschätzen

Wer plant, in einem fremdsprachigen Land auf Jobsuche zu gehen, sollte sicher sein, zumindest halbwegs solide Sprachkenntnisse zu besitzen. Für Jobinteressierte, die beispielsweise in Brasilien arbeiten möchten, ist es ratsam, einen Portugiesischkurs (brasilianisches Portugiesisch) zu belegen, bevor sie sich dort bei einem Unternehmen bewerben. Natürlich muss keiner die Landessprache gleich perfekt beherrschen, schließlich werden diese Kenntnisse ja am besten durch Kontakt mit Muttersprachlern ausgebaut. Bewerber sollten aber zumindest imstande sein, das Bewerbungsgespräch ohne einen Dolmetscher führen zu können.

Was gilt es bei der Einreise zu beachten?

Viele Länder haben eigene Bestimmungen, was die Einreise betrifft. Daher ist es empfehlenswert, sich rechtzeitig über die jeweiligen Visa-Bestimmungen des Ziellandes zu informieren. Hier die wichtigsten Informationen im Überblick:

– EU-Bürger dürfen sich innerhalb der Europäischen Union frei bewegen und haben in der Regel freien Zugang zum dortigen Arbeitsmarkt. Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen: In Schweden und Portugal beispielsweise muss man bei den Behörden eine Aufenthaltserlaubnis beantragen, sobald man länger als drei Monate im Land bleibt.

– Schwieriger wird es für diejenigen, die gedenken in die USA auszuwandern. Die amerikanischen Behörden gelten als extrem vorsichtig, wenn es um Immigranten geht und ohne Green Card beziehungsweise Arbeitsvisum hat man keine Chance auf einen Arbeitsplatz.

– Auch für die dauerhafte Einreise nach Australien ist ein Visum nötig. Daher sollten Auswanderer auf jeden Fall den Einreisebescheid abwarten, bevor sie einen Flug buchen.

Operation Jobsuche

Die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (FAZ) bietet eine umfassende Beratung zu Tätigkeiten im Ausland. Sie informiert über die Arbeit im Zielland, gibt Tipps zur Bewerbung und vermittelt weltweit Arbeitskräfte.

– Wer lieber auf eigene Faust sucht, sollte sich wie immer über die Rechtslage des Ziellandes informieren. In den USA dürfen potenzielle Bewerber nämlich nicht auf Jobsuche gehen, wenn sie mit einem Touristenvisum einreisen, in Kanada hingegen schon.

– Jobinteressierte sollten sich schlau machen, für welche Jobs überhaupt Fachkräfte gesucht werden. In Australien gibt es dafür die Skilled Occupations List (SOL) – wer einen Beruf erlernt hat, der auf dieser Liste steht, hat bessere Chancen, Down Under einen Arbeitsplatz zu finden.

– Lokale Jobbörsen durchforsten: Diese verraten nicht nur, wo gerade Mitarbeiter gesucht werden, manche geben auch die Möglichkeit, den eigenen Lebenslauf hochzuladen und so von potenziellen Arbeitgebern gefunden zu werden.

Andere Länder, andere Bewerbungen

Wer den ersten Schritt gemeistert und einen potenziellen Job gefunden hat, der steht nun vor der nächsten Hürde: dem Bewerbungsprozess. Denn auch hier lauern einige Fettnäpfchen, in die deutsche Staatsbürger leicht treten können, wenn sie nicht aufpassen:

– In den USA und Großbritannien ist es unüblich, ein Foto zum Lebenslauf hinzuzufügen. Das soll Ungerechtigkeiten im Bewerbungsprozess verhindern.

– Australier sind generell skeptisch gegenüber Überqualifizierten. Viele Deutsche werden meist abgelehnt, weil sie in der Bewerbung zu viele Qualifikationen angeben, die nicht in Beziehung zu der Stelle stehen, auf die sie sich bewerben.

– In vielen Ländern, zum Beispiel in Irland und den USA, werden bei Bewerbungen Referenzen verlangt, die dem potenziellen Arbeitgeber bestätigen, dass man für die Arbeit qualifiziert ist. Hierbei handelt es sich entweder um Arbeitszeugnisse früherer Arbeitgeber oder um Arbeitsproben, wie beispielsweise eigene Publikationen, Projektberichte oder ähnliches – für Studenten mit geringer Berufserfahrung reichen auch Praktika-Zeugnisse oder Empfehlungsschreiben von ehemaligen Professoren.

– In Frankreich, Belgien und der Schweiz sind oft immer noch handschriftliche Anschreiben gefragt, die in vielen Fällen sogar von Graphologen geprüft werden. Die Analyse der Handschrift soll Rückschlüsse auf den Charakter des Bewerbers geben.

Fazit

Wer im Ausland auf Jobsuche geht, hat einiges zu beachten und es ist deutlich komplizierter, als im Heimatland Karriere zu machen. Wer den Sprung allerdings wagen möchte, sollte sich unbedingt genauestens über die Gepflogenheiten des Ziellandes informieren. Die folgende Infografik vom Übersetzungsbüro „AlleSprachen“ aus Wien fasst die wichtigsten Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung im Ausland kurz zusammen. Diese sollte sich jeder Auswanderwillige zu Herzen nehmen, wenn er oder sie beim potenziellen Arbeitgeber einen guten Eindruck hinterlassen möchte.

Jobsuche: Mit diesen Tipps klappt’s auch im Ausland

Grafik: Übersetzungsbüro „AlleSprachen“

 

Über die Autorin

Jobsuche: Mit diesen Tipps klappt’s auch im Ausland

Ljubica Negovec ist Inhaberin und Geschäftsführerin der Wiener Übersetzungsagentur „AlleSprachen“

Mit über 20 Jahren Erfahrung als Inhaberin und Geschäftsführerin der Wiener Übersetzungsagentur „AlleSprachen“ ist Ljubica Negovec die perfekte Anlaufstelle für interessierte Neukunden.

Abgesehen vom Standort in Wien leitet sie außerdem den zweiten Firmensitz in Graz.