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VDI-Kampagne „Ingenieurgeschichten“: Im Dschungel brennt noch Licht

VDI-Kampagne Ingenieurgeschichten: Student Julian Dobczinski zeigt, wie eine gute Idee und 80 Watt die Welt ein bisschen besser machen (Bild: VDI).

VDI-Kampagne Ingenieurgeschichten: Student Julian Dobczinski zeigt, wie eine gute Idee und 80 Watt die Welt ein bisschen besser machen (Bild: VDI).

Ingenieure sind gesucht, die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sind bestens und die Entscheidung, Ingenieur zu werden, zahlt sich in den allermeisten Fällen aus. Mittels einer Image-Kampagne wirbt nun auch der VDI (Verein Deutscher Ingenieure) um qualifizierten Nachwuchs – unter anderem mit einer Reihe von Videobotschaften.

Das erste Testimonial kam aus den Reihen der medizintechnischen Forschung. In diesem Videoclip berichtet die Ingenieurin Dominique Bouwes über die Herausforderungen im Rahmen ihres aktuellen Projektes „Lab-on-a-Chip“ zur Diagnostik von akuter Leukämie. Bei der zweiten, eben erschienenen Videogeschichte steht der Student Julian Dobczinski im Mittelpunkt.

Von Leipzig in den Dschungel

Dobczinski studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der HTWK Leipzig. Während einer Motorrad-Reise durch Kambodscha verirrt er sich im Urwald und kommt in der Strohhütte eines Einheimischen unter. Zum Dank entwickelt Julian eine Solaranlage, die die Hütte mit Strom versorgt und so ihren Bewohnern völlig neue Perspektiven für die Zukunft eröffnet.

Socheat, so der Name des einheimischen Retters, lebt mit seiner Familie in einer kleinen Hütte im kambodschanischen Dschungel. Er nimmt Julian bei sich auf und betankt sogar am nächsten Morgen mit dem wenigen Benzin, das er entbehren kann, das leere Motorrad. Zum Dank möchte der Student der Familie helfen, an Elektrizität zu kommen. Denn wie die Häuser der großen Mehrheit der Landbevölkerung Kambodschas ist auch Socheats Strohhütte nicht ans Stromnetz angeschlossen. Julian beginnt mit der Konstruktion einer dschungeltauglichen Solaranlage. Dschungeltauglich bedeutet: einfach, zuverlässig und leicht zu warten.

Mit Technik und Herzblut die Welt verändern

Nach ein paar Monaten Entwicklungszeit ist es endlich so weit. Nach dem erfolgreichen Aufbau wird als Erstes das Licht angeschlossen und anschließend eine kleine Musikanlage. Noch wichtiger: Socheat kann jetzt jederzeit über elektrische Geräte wie Radio und Mobiltelefon verfügen.

Für Julian ist dies ein perfektes Beispiel für die schönen Seiten an seinem zukünftigen Beruf: „Am Ingenieurberuf reizt mich vor allem, wie man mit Technik Menschen begeistern und die Welt verändern kann. Es gibt so viele Möglichkeiten mit Technik Einfluss zu nehmen. Man muss nur dafür leben und ein bisschen Herzblut reinstecken. Das ist ganz wichtig.“

Hier die ganze spannende Geschichte von Julian Dobczinski im Video:

Zeigen, wie Ingenieurleistungen unseren Alltag verbessern

Der VDI will mit seiner Kampagne „Ingenieurgeschichten“ die vielen großen und kleinen Innovationen der Ingenieurinnen und Ingenieure auch Menschen außerhalb der Technik-Community bekannt machen. „Wir wollen eine Galerie der vielen deutschen Alltagsingenieurleistungen erstellen, die unsere Lebensqualität verbessern – im unscheinbar Kleinen wie im unübersehbar Großen“, erklärt VDI-Präsident Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer. „Dazu suchen wir beispielhafte Geschichten, die das rüberbringen – ohne Fachchinesisch und sehr persönlich.“ Und wer könnte besser für den Berufsstand sprechen, als Ingenieurinnen und Ingenieure selbst?

Wer selbst eine spannende Geschichte zu erzählen hat und an der Aktion teilnehmen möchte, findet hier alle wichtigen Infos.

Click to tweet: Warum es toll ist, #Ingenieur zu werden: Kampagne “Ingenieurgeschichten” zeigt Berufswege http://bit.ly/1IIaPiH #Karriere #MINT #Fachkräfte