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Karriereziele 2016: Jeder dritte Deutsche wünscht sich mehr Gelassenheit

Gelassenheit ist Trumpf für deutsche Arbeitnehmer. 36 Prozent wünschen sich, nach Feierabend besser relaxen zu können. Foto: pixabay.com.

Gelassenheit ist Trumpf für deutsche Arbeitnehmer. 36 Prozent wünschen sich, nach Feierabend besser relaxen zu können. Foto: pixabay.com.

Silvester steht vor der Tür und spätestens jetzt ist es für die meisten Arbeitnehmer an der Zeit, sich Gedanken über ihre beruflichen Ziele fürs kommende Jahr zu machen. Für die Studie „Karriereziele 2016“ hat der Personaldienstleister ManpowerGroup Deutschland über 1000 Deutsche ab 18 Jahren zu ihren Vorsätzen und Karrierewünschen befragt und ist zu spannenden Ergebnissen gekommen. Ganz oben auf der Liste: mehr Gelassenheit und einer stärkere Abgrenzung zwischen Beruflichem und Privatem. Mehr als ein Drittel der Deutschen haben es sich laut der Umfrage zum Ziel gesetzt, nach Feierabend besser abzuschalten, um sich ihrem Privatleben widmen zu können. Mehr Gelassenheit im Job nehmen sich 32 Prozent vor.

Knapp jeder Fünfte möchte effizienter werden

Auf Platz drei der guten Karrierevorsätze folgt eine erstaunlich ehrgeizige Antwort: 17 Prozent haben sich selbst zum Ziel gesetzt, effizienter zu arbeiten. „Die zunehmende Komplexität am Arbeitsplatz erfordert neue und effizientere Arbeitsweisen. Mitarbeiter erkennen, dass sie mit Hilfe von Flexibilität und neuen Technologien ihre Arbeit besser erledigen können, ohne dafür das Privatleben zu opfern“, sagt Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland.

Nur jeder Zehnte wunschlos glücklich

Wunschlos glücklich und ohne gute Karrierevorsätze ist nur noch etwa jeder zehnte Deutsche (elf Prozent). Das waren vor drei Jahren noch 19 Prozent. Die Ansprüche der Arbeitnehmer an ihr Arbeitsumfeld und ihre berufliche Entwicklung sind gestiegen. Einen Jobwechsel zu einem neuen Arbeitgeber planen wie in den Vorjahren 15 Prozent der Befragten. Innerhalb des Unternehmens wollen weitere fünf Prozent die Position wechseln.

Auch Arbeitgeber bekommen To-do-Liste

An den Arbeitgeber stellen die Bundesbürger ebenfalls Forderungen: 45 Prozent fordern mehr Gehalt. Dieser Anteil ist innerhalb eines Jahres um sechs Prozentpunkte gesunken. „Das Gehalt ist nicht mehr das Maß aller Dinge, es zählen viele weitere Faktoren“, sagt Brune. So wünscht sich jeder vierte Angestellte mehr Wertschätzung für seine Leistungen. 20 Prozent würden ihre Arbeitszeit gern selbstständig einteilen dürfen. Gesunken sind die Wünsche, vielseitigere Aufgaben zu erhalten (17 Prozent im Vergleich zu 21 Prozent im Vorjahr) sowie mehr Verantwortung übertragen zu bekommen (neun Prozent, vorher 14 Prozent). „Zu mehr Leistungen sind die Arbeitnehmer nur bereit, wenn das Gesamtpaket stimmt und sie in ihrer Entwicklung gefördert werden“, sagt der Deutschland-Chef der ManpowerGroup.

So wünschen sich 18 Prozent der Angestellten, ihre Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern, 13 Prozent wollen mehr IT-Know-how erwerben und neun Prozent haben Interesse an einem Coaching in sozialen Kompetenzen. „Wünsche nach Qualifizierung sollten die Arbeitgeber erfüllen, zum Beispiel auch mit Kooperationspartnern. Für Unternehmen gibt es doch nichts Besseres als motivierte Mitarbeiter, die ihre Fähigkeiten erweitern“, so Brune.

Quelle: ManpowerGroup Deutschland.

Quelle: ManpowerGroup Deutschland.