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Lebenslanges Lernen – mit dem digitalen Wandel in der Arbeitswelt mitgehen

Lebenslanges Lernen – mit dem digitalen Wandel in der Arbeitswelt mitgehen

Quelle: Pixabay

Seit einer ganzen Weile schon verändert die Digitalisierung die Arbeitswelt – ein Ende ist keineswegs in Sicht. Arbeitnehmer müssen sich dementsprechend auf Arbeitsplätze mit stetiger Veränderung einstellen und bereit sein, sich immer wieder neues anzueignen, ständig dazuzulernen. Denn durch die Digitalisierung entstehen neue Jobs, alte Beschäftigungsfelder werden automatisiert und fallen zukünftig weg. Deutsche Arbeitgeber setzen in dieser Zeit vor allem auf interne Fortbildungen und gehen allgemein nicht davon aus, dass sich die Zahl der Mitarbeiter durch die Robotisierung großartig verändern wird.

Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Ressource Weiterbildung – The Skills Revolution“ der ManpowerGroup Deutschland, für die weltweit 18.000 Arbeitgeber in 43 Ländern befragt wurden. Sie wurde im Auftrag der ManpowerGroup Inc. vom Marktforschungsinstitut InfoCorp durchgeführt.

Auswirkung der Digitalisierung auf die Mitarbeiterzahl nur gering

Die Auswirkungen der Digitalisierung senden positive Signale für den Arbeitsmarkt der Zukunft: weltweit wird aufgrund der digitalen Revolution eher ein Anstieg an Jobs erwartet als ein Rückgang (19 Prozent vs. 12 Prozent). Die in den Medien prophezeite Angst um den Arbeitsplatz ist somit nur unnötige Panikmache, denn nach Einschätzung der Arbeitgeber werden genauso viele neue Jobs geschaffen wie veraltete Jobs wegfallen.

Zwei Drittel der Jobs für Generation Z noch unbekannt

Die Mehrheit der Befragten geht auch davon aus, dass Zwei Drittel (65 Prozent) der Berufe, die die Generation Z künftig ausführen wird, heute noch gar nicht existieren. Man ist sich jedoch noch nicht sicher, wie diese Tätigkeiten genau aussehen werden. Doch man hat bereits eine Vorstellung davon, welche Qualifikationen, Abteilungen und Berufszweige stärker nachgefragt werden: Jobs in der IT (26 Prozent), Human Ressource Management (20 Prozent) und Berufe mit Kundenkontakt (15 Prozent). Mit letzterem sind vor allem Aufgaben gemeint, die Fertigkeiten wie emotionale Intelligenz, Kreativität und flexibles Denken erfordern.

Weiterbildung im Unternehmen immer wichtiger

Weiterbildung im Unternehmen wird wichtiger als die Einstellung hochqualifizierter Mitarbeiter: Arbeitgeber in Deutschland sehen Handlungsbedarf, um ihre Angestellten für Tätigkeiten in der digitalen Zukunft zu schulen. Nur zwei Prozent der deutschen Unternehmen wollen hier untätig bleiben. Neuen Studiengänge und Ausbildungen für zukünftige Berufsfelder müssen jedoch keine konzipiert werden – stattdessen ist lebenslanges Lernen gefragt. „Dabei ist es wichtig, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber in Bezug auf Weiterbildung gleichermaßen flexibel agieren“, die Meinung vertritt Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland. In Deutschland setzen die Arbeitgeber dabei auf das Thema Fortbildung – vor allem auf interne (87 Prozent) und externe (85 Prozent) Schulungen. Die bereits im Unternehmen arbeitenden Mitarbeiter durch besser qualifizierte Arbeitskräfte zu ersetzen, planen dagegen nur Ein Drittel der befragten Arbeitgeber (31 Prozent). Wenn überhaupt sollen Experten zusätzlich eingestellt werden (47 Prozent).

 

Allgemein ist davon auszugehen, dass Computer und Roboter bestimmte Tätigkeiten ersetzen können, aber daran, dass Automation komplette Stellen ersetzen kann, wird nicht geglaubt – der Mensch bleibt unverzichtbar. Besonders jene Mitarbeiter, die gewillt sind, sich mit dem Wandel der Arbeitswelt mit zu wandeln. „Wer bereit ist, sich mit neuen Tools auseinanderzusetzen und sich nicht auf einmal gelerntem Wissen ausruht, wird in der digitalen Welt eher stärker gebraucht, als dass er Angst um seinen Arbeitsplatz haben müsste“, so Brune.