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Trend: Mailst Du noch oder slackst Du schon?

Logo der Kommunikationsplattform Slack

Foto: Slack.com

US-amerikanische Kommunikationsplattform Slack erobert die Büros

Wer kennt das nicht? Überquellende E-Mail-Postfächer, gefühlte tausend Telefonate, ständiges Bürohopping – und das lediglich, weil eine kurze Information benötigt wird. Von Effizienz kann da keine Rede sein. Organisierte Kommunikation und gut durchdachter Informationsaustausch sind für ein funktionierendes Unternehmen aber wesentlich. Schlechte Kommunikation am Arbeitsplatz ist dagegen ein echter Zeitfresser, der Mitarbeiter in ihrem Workflow bremst und von ihren eigentlichen Aufgaben ablenkt. Slack, ein neues Online-Kommunikationstool, will das jetzt ändern und die Verständigung im Büro optimieren.

Chatroom fürs Büro

Slack ist eine Art Chatroom fürs Büro. Für die verschiedensten Themen lassen sich Kanäle einrichten, in die dann auch nur die Kollegen eingeladen werden, die tatsächlich involviert werden müssen. Auch die private Kommunikation mit einzelnen Personen ist möglich. Projektinhalte und -ergebnisse können in Slack dokumentiert werden und sind somit zeitnah für alle Projektmitglieder verfügbar. Mails mit Protokollen oder Einladungen zu Meetings gehören mit diesem Tool der Vergangenheit an.

Nachrichten werden via Desktopbenachrichtigung oder über die entsprechende Smartphone-App angezeigt. Auch eine Desktop-App für Windows-, Apple und Linux-PCs ist bereits erhältlich. Dateien lassen sich unkompliziert verteilen und kommentieren. Über die Suchfunktion können einzelne Diskussionen oder Dateien schnell wiedergefunden werden. Darüber hinaus lassen sich zahlreiche andere Dienste mit Slack verknüpfen. Dropbox, Twitter, Skype, diverse Kalender- und Projektmanagementfunktionen sind nur einige der zahlreichen integrierbaren Tools. Und die Liste wird immer länger.

Neu ist das Konzept von Slack zwar nicht gerade, denn Chat-Anwendungen gibt es in vielfacher Ausfertigung und das seit vielen Jahren. Das Innovative an diesem Tool ist, dass die verschiedensten Features in einer Plattform zusammengeführt und auf allen Endgeräten aufgerufen werden können. Die unkomplizierte Handhabung ist ebenso ein großes Plus.

Spezielle Slack-Version für Unternehmen noch in diesem Jahr geplant

Der Erfolg des Formats spricht jedenfalls für sich: Mehr als 200.000 Nutzer zahlen inzwischen für Slack, darunter auch die New York Times, Adobe, ebay und Samsung. Noch in diesem Jahr soll eine spezielle Version für Unternehmen auf den Markt kommen, die neue Features wie verbesserte Sicherheits- und Verwaltungslösungen anbietet, heißt es auf Slack.com. Es soll außerdem möglich sein, Gruppen innerhalb einer Organisation miteinander zu verknüpfen.

Schon längst hat Slack bei den täglichen Userzahlen die 2 Millionen Marke erreicht. Experten schätzen den Marktwert des Kommunikationsallrounders mittlerweile auf bis zu 2,5 Milliarden Dollar ein. Für Gründer Stewart Butterfield ist es bereits der zweite Überraschungserfolg eines ursprünglichen Seitenprojekts. Nach der Fotocommunity Flickr, das er 2005 für über 20 Millionen US-Dollar an Yahoo verkaufte, entstand aus einer Spielidee für ein Computerspiel die Plattform „Slack“.

Nützliches Tool für effizientere Kommunikation am Arbeitsplatz

Fazit: Die Stärke von Slack liegt insbesondere in der Vernetzung von räumlich getrennten Mitarbeitern. Aber auch im Austausch von Dokumenten, etwa zum Korrekturlesen, ist der Dienst sehr nützlich. Fraglich ist neben aller Praktikabilität, wie sicher Slack wirklich ist. Können geschäftliche Inhalte, etwa die Planung des nächsten Messeauftritts gefahrlos übermittelt und in der Cloud gespeichert werden? Das Slack-Team jedenfalls versichert auf seiner Website, unermüdlich an der Verbesserung der Sicherheit zu arbeiten. Wünschenswert und nützlich für einen Durchbruch in Deutschland wäre zudem eine deutschsprachige Version und Service-Website.

Nutzeroberfläche der Kommunikationsplattform Slack

Foto: Slack.com