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Arbeitsmarktstudie: Mangelnde Kommunikation ist größter Fehler in der Mitarbeiterführung

Foto: pixabay.com.

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Knapp drei Viertel der deutschen HR-Manager sind besorgt, Top-Mitarbeiter an die Konkurrenz zu verlieren. Gleichzeitig beklagen fast 90 Prozent der Befragten, es sei eine große oder sogar sehr große Herausforderung, qualifizierte Fachkräfte zu finden. Dies führt derzeit zu einem breiten Umdenken in deutschen Führungsetagen: 64 Prozent der Unternehmen, deren HR-Manager für eine aktuelle Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleister Robert Half befragt wurden, planen, ihre Mitarbeiterführung zu ändern, um ihre Mitarbeiter besser zu binden. Weitere acht Prozent der Unternehmen in Deutschland haben laut der Aussagen der rund 200 befragten Personaler ihre Führungskultur bereits angepasst.

Unternehmenslenker haben Handlungsbedarf erkannt

„Die Führungskultur spielt heutzutage eine sehr große Rolle bei der Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern. Ein wichtiger Faktor ist dabei die Kommunikation und die Wertschätzung, die Mitarbeiter beispielsweise durch die Einbindung in Entscheidungsprozesse oder die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen, spüren“, sagt Sven Hennige, Senior Managing Director bei Robert Half. „Erfreulicherweise zeigt die Studie, dass ein Großteil der Unternehmenslenker den Handlungsbedarf erkannt hat, um die besten Talente im Unternehmen zu halten oder neue zu finden. Wie erfolgreich die neue Führungskultur sein wird, hängt daher maßgeblich davon ab, wie stark die Mitarbeiter von Anfang an mit eingebunden werden und deren Feedback mit einfließt. Denn eines steht fest: Erfüllen Unternehmen die Anforderungen der aktuellen oder künftigen Mitarbeiter nicht, werden sie es immer schwerer haben, für Fach- und Führungskräfte attraktiv zu bleiben und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.“

Erfolgreiche Mitarbeiterbindung setzt Transparenz voraus

Nach den häufigsten Fehlern in der Personalführung gefragt, nennen die Studienteilnehmer mit Abstand eine unzureichende Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten (40 Prozent). Um eine erfolgreiche Führungskultur zu etablieren, sei die Förderung einer offenen und transparenten Kommunikation jedoch Hauptkriterium, meint mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer (52 Prozent). Jeder dritte Befragte (33 Prozent) ist außerdem der Ansicht, ein Führungsstil sei dann erfolgreich, wenn Mitarbeiter ermutigt werden, Feedback an das Management zu geben

Kommunikation, Einbindung und Sichtbarkeit

Zusammenfassend lassen sich aus den Studienergebnissen drei Faktoren ableiten, die Unternehmen für Mitarbeiter und Bewerber attraktiv machen:

1. Offene und transparente Kommunikation. Dazu gehört zum einen, Mitarbeiter frühzeitig über wichtige Entwicklungen und Entscheidungen zu informieren. Zum Anderen sollten Mitarbeiter ermutigt werden, Feedback an das Management zu geben.

2. Einbeziehung in die Entscheidungsfindung und die Förderung neuer Ideen. Die Übertragung von mehr Eigenverantwortung gehört hier ebenfalls dazu wie auch die Unterstützung für die Umsetzung der Ideenvorschläge.

3. Sicherstellung einer größeren Sichtbarkeit der Führungsebene. Mitarbeiter schätzen den direkten Austausch mit Vorgesetzten, weil dies als Zeichen der Wertschätzung empfunden wird.