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Mehr Freiheit im Job: Microsoft-Personalchefin Dr. Elke Frank im Interview

Insofern kommt bei Ihnen das Thema virtuelle Kommunikation und virtuelle Führung ja sehr stark zum Tragen. Welche Rolle spielt dabei die Software?

Moderne Kommunikationstechnologie ist neben der Unternehmens- und Führungskultur sowie der räumlichen Gestaltung der Büros der Schlüssel für den Erfolg. Bei uns spielen Cloud-Lösungen eine große Rolle, weil Mitarbeiter von überall zur selben Zeit auf dasselbe Dokument zugreifen und daran arbeiten können.

Wichtig sind auch Technologien wie Lync, die Videotelefonie und Life-Chats ermöglichen. Vor dem Hintergrund einer Cross-Collaboration flankieren Social Tools wie zum Beispiel unser internes soziales Netzwerk Yammer, um einen schnellen Wissensaustausch untern den Kollegen zu ermöglichen.

Welchen Einfluss hat das Thema flexibles Arbeiten auf Ihr Employer Branding?

In Jobinterviews mit Young Professionals kommt oft schon als zweite oder dritte Frage: „Wie flexibel kann oder darf ich bei Ihnen arbeiten?“ Für Mitarbeiter spielt es eine zentrale Rolle, wie eigenständig und selbstverantwortlich das Unternehmen sie agieren lässt. Unsere flexiblen Arbeitsmodelle zahlen damit deutlich auf unseren Status als „Employer of Choice“ ein und liefern einen Vorsprung im Wettbewerb um die besten Talente.

Welche Herausforderungen sehen Sie trotz einer attraktiven Arbeitgebermarke derzeit im Recruiting?

Vor allem Social Media verändert den Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke und auch das Recruiting in vielerlei Hinsicht. Zum Beispiel werden Unternehmen durch Social-Media-Kanäle und Bewertungsplattformen für die Bewerber noch vor der ersten Kontaktaufnahmen immer transparenter – was ich sehr positiv finde. Kein Unternehmen kann es sich daher noch leisten, sich nach außen hin als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, diese Rolle aber nicht nach innen zu leben.

Im Recruiting selbst bewegt sich der Trend seit längerem klar in Richtung Social-Media-Recruiting. Wir rekrutieren viele Kandidaten über soziale Plattformen wie Facebook, LinkedIn und Xing, aber auch über Blogs und Foren. Gerade bei jungen Talenten ist Social-Media-Recruiting eine gute Ergänzung zu den klassischen Instrumenten, es senkt nicht nur die Hürde der ersten Kontaktaufnahme für Bewerber, sondern bietet uns auch die Möglichkeit, auf potentielle Mitarbeiter direkt zuzugehen.

Die Herausforderung besteht dabei, sich auf die richtigen Kanäle im Netz zu konzentrieren und zu fokussieren. Um das professionell machen zu können, ist eine spezielle Recruiting- und Talent-Acquisition-Abteilung genauso unabdingbar und entscheidend wie die richtigen Technologien – beides haben wir bei Microsoft.