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Mensch und Maschine: Fürchten Arbeitnehmer die Verdrängung durch Computertechnologie?

Foto: pixabay.com.

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Hilfe, die Roboter kommen?! Oder doch alles halb so wild? Eine internationale Online-Umfrage des Jobportals Monster zeigt: Die klare Mehrheit der Befragten hat keine Angst, dass ihr Beruf früher oder später durch Computertechnologie ersetzt wird. Im internationalen Durchschnitt gibt nur einer von zehn Teilnehmern an, Roboter oder andere technische Geräte seien bereits in der Lage, die eigene Tätigkeit genauso auszuüben wie sie selbst.

Weniger zuversichtlich zeigen sich die deutschen Arbeitnehmer – nur 45 Prozent glauben nicht, dass Automatisierungstechnik ihren Job übernehmen kann; 40 Prozent schreiben Computern & Co. bereits diese Fähigkeit zu. Und tatsächlich: Eine Studie der London School of Economics aus dem Jahr 2014 zeichnet ein ähnliches Bild für die kommenden Jahre. Demnach laufen etwa 51 Prozent der heutigen Berufe in Deutschland in den nächsten zwei Jahrzehnten Gefahr, durch Automatisierungstechniken wie Roboter oder Computer verdrängt zu werden.

Eine weitere Studie der Universität Oxford aus dem Jahr 2013 belegt, dass es Berufe gibt, die besonders von der Konkurrenz durch Roboter betroffen sind. Dazu zählen beispielsweise Telefonverkäufer und Packer. Andere Berufe, wie der des Fachverkäufers, Handwerkers oder Pflegers, sind in hohem Maße von sozialen oder manuellen Fähigkeiten geprägt. Technologien sind (bislang) nicht in der Lage, diese spezifischen Anforderungen zu erfüllen.

„Obwohl Computer und Roboter bereits einige Jobs ersetzen könnten, bin ich davon überzeugt, dass es immer Tätigkeiten geben wird, die unersetzbar sind“, sagt Bernd Kraft, Vice President General Manager bei Monster. „Emotionale Intelligenz, manuelle Fähigkeiten und Soft Skills sind in der heutigen Wirtschaft essenziell und noch dazu entscheidend, wenn es um die Entwicklung neuer Technologien und Produkte geht. Unternehmen müssen eine gesunde Balance zwischen Rationalisierung auf der einen, und Stärkung des fachlichen Potenzials auf der anderen Seite finden. Arbeitnehmern, deren berufliche Tätigkeit von Rationalisierung durch Automatisierungstechniken betroffen ist, empfehlen wir, sich frühzeitig über Fortbildungsmöglichkeiten oder alternative Maßnahmen zu informieren. So können sie ihre Fähigkeiten ausbauen und eine Arbeit finden, bei der sie ihre Kenntnisse einsetzen können.“

Bild: obs/Monster Worldwide Deutschland GmbH/monster.de.

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