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MINT-Studiengänge stark nachgefragt

MINT-Studiengänge stark nachgefragt

Foto: Pixabay

Über 40 Prozent aller Studienanfängerinnen und -anfänger 2015 im 1. Fachsemester begannen ihr Studium in einem der zahlreichen MINT(Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik)-Studiengänge, wie Ingenieurwissenschaften und Mathematik/Naturwissenschaften. Hier stieg die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger von 195.300 (2008) um fast 78 % auf 347.000 in 2015. Somit sind die MINT-Fächer die Fachbereiche mit dem größten Anteil an Studierenden.

Frauenanteil liegt bei über 30 Prozent

Betrachtet man den Anteil der Frauen an den MINT-Studenten insgesamt, so stieg die Anzahl der Studienanfängerinnen in diesen Fächern seit 2008 um 84 Prozent auf 109.700 an. Das heißt, dass mittlerweile knapp 32 Prozent aller Studienanfänger Frauen sind.

Diese Ergebnisse veröffentlichte die Initiative „Komm, mach MINT.“ in ihrer Pressemitteilung vom 19.12.2016, die auch dafür verantwortlich sind. „Komm, mach MINT.“ arbeitet hierfür noch mit den Daten und Zahlen des Statistischen Bundesamtes für das Studienjahr 2015, weil es sich dabei um die aktuellsten Daten handelt.

Die Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Komm, mach MINT.“, der Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen, startete 2008 mit dem Ziel, mehr junge Frauen für naturwissenschaftliche und technische Studiengänge zu begeistern sowie Hochschulabsolventinnen für Berufskarrieren in Wirtschaft und Wissenschaft zu gewinnen.

Weibliche Zahlen in den einzelnen Fächergruppen

Das Interesse junger Frauen an der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften ist stark gestiegen: die Zahl der weiblichen Studienanfänger liegt bei fast 25 Prozent: in absoluten Zahlen stieg die Anzahl von 21.400 (2008) auf 60.000 (2015) – das heißt fast dreimal so viele.

Auch im Studienbereich Informatik, der seit 2015 erstmals zur Fächergruppe Ingenieurwissenschaften gezählt wird, konnte die Zahl der Studienanfängerinnen deutlich erhöht werden und liegt 2015 bei 16.900 – im Vergleich 2008 waren es nur 6.400. Prozentual stieg der Anteil von 19 Prozent auf 25 Prozent, was bedeutet, dass nahezu jeder vierte Studienanfänger in der Informatik weiblich ist.

In den Studienfächern Mathematik/Naturwissenschaften war im Studienjahr 2015 hingegen die Verteilung zwischen Frauen und Männern annähernd ausgeglichen: 48 Prozent der Studienanfänger sind hier weiblich.