Menü

Mitarbeiterzufriedenheit: Wer ist am Arbeitsplatz des Glückes Schmied – der Arbeitnehmer selbst oder doch der Arbeitgeber?

Mitarbeiterzufriedenheit: Wer ist am Arbeitsplatz des Glückes Schmied – der Arbeitnehmer selbst oder doch der Arbeitgeber?

Quelle: Pixabay

Wer zufrieden und glücklicher in seinem Job ist, der geht nicht nur lieber zur Arbeit, sondern ist außerdem leistungsfähiger und engagierter. Doch wer ist für die Mitarbeiterzufriedenheit und deren Glücksgefühle am Arbeitsplatz verantwortlich? Eine aktuelle Studie „DIE ZEIT IST REIF. GLÜCKLICH ARBEITEN.“ des Personaldienstleisters Robert Half kommt zu dem Ergebnis, dass sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber bei diesem Thema nicht einig sind.

Hierzu wurden Ende letzten Jahres 2.176 Arbeitnehmer und 200 Arbeitgeber (CFOs – Chief Financial Officers) in Deutschland befragt. Die vollständigen Ergebnisse dieser Arbeitsmarktstudie 2017 können hier eingesehen werden: www.roberthalf.de/gluecklich-arbeiten

Wer trägt aus Ihrer Sicht die größte Verantwortung für die Zufriedenheit der Mitarbeiter bei der Arbeit?

Quelle: Studie „DIE ZEIT IST REIF. GLÜCKLICH ARBEITEN.“ von Robert Half (Arbeitsmarktstudie 2017)

Quelle: Studie „DIE ZEIT IST REIF. GLÜCKLICH ARBEITEN.“ von Robert Half (Arbeitsmarktstudie 2017)

Hier schieben mehr als ein Drittel (36 %) der Arbeitnehmer die Verantwortung von sich und sind der Ansicht, wenn es um das Glück am Arbeitsplatz geht, ist das Arbeitgebersache. „Zu Unrecht“, ist hingegen Sven Hennige, Senior Managing Director Central Europe & The Netherlands bei Robert Half, der Meinung: „Mitarbeiterzufriedenheit liegt letztendlich immer in der Verantwortung beider Parteien.“ Jedoch weist Hennige darauf hin, dass der gegenwärtige Fachkräftemangel vor allem die Arbeitgeberseite unter Zugzwang setzt, denn die müsse sich noch stärker als sonst darum bemühen, ihre Arbeitnehmer glücklich und zufrieden zu machen. Der Gedanke dahinter ist ganz einfach: Glückliche Mitarbeiter arbeiten gerne, steigern die Umsätze des Unternehmens und bleiben ihrem Arbeitgeber oft über viele Jahre treu. „Darum ist es für Arbeitgeber essenziell, ihren Teil zur Zufriedenheit der Angestellten beizutragen. Wer das versäumt, riskiert Probleme im Recruiting“, so Hennige.

Ein passendes Match bei der Stellenbesetzung

Da rund ein Drittel (36 %) der Arbeitnehmer in Deutschlang mit ihrer aktuellen Jobsituation nicht zufrieden sind, lohnt es sich als Unternehmen hier anzusetzen: „Der effektivste Weg, die Mitarbeiter langfristig glücklich und zufrieden zu erleben, ist, dass die gegenseitigen Bedürfnisse und Erwartungen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber bestmöglich erfüllt werden“, sagt Hennige und fügt hinzu: „Der Grundstein für langfristige Zufriedenheit von Mitarbeitern wird deshalb bereits im Bewerbungsprozess gelegt. „Noch wichtiger als die perfekte fachliche Eignung für eine Stelle ist, dass die Werte und persönlichen Bedürfnisse eines Kandidaten zum Unternehmen passen. Fehlende Fremdsprachenkenntnisse lassen sich nachschulen – das Wertekorsett eines Mitarbeiters kann dagegen kein Arbeitgeber verändern.“

Als Arbeitgeber im Vorstellungsgespräch die richtigen Weichen stellen

1 Aufmerksam zuhören: Hinterfragen Sie die Erwartungen des Bewerbers. Dadurch können Sie sicherstellen, dass der Kandidat zum Unternehmen passt und sich dort auch wohlfühlen wird.

2 Ehrlich kommunizieren: „Wer neue Mitarbeiter zufriedenstellen und langfristig ans Unternehmen binden möchte, sollte transparent sein“, so Hennige. Falschen Angaben kommen neue Mitarbeiter ganz schnell auf die Schliche und dann ist das Image des guten Arbeitgebers erst mal dahin.

3 Einen zweiten Blick riskieren: Runden Sie das Bild des Bewerbers durch weitere Eindrücke ab, indem Sie in beispielsweise zum Probearbeiten einladen. Dabei erhalten Sie auch gleich eine gute Vorstellung davon, ob der Kandidat ins Team passt.

 

„Jeder ist seines Glückes Schmied“ – das Sprichwort scheint auch am Arbeitsplatz zu gelten. Denn man sollte sich als Arbeitnehmer nicht darauf ausruhen, nur durch seinen Arbeitgeber „beglückt“ zu werden. Arbeitnehmer und Arbeitgeber sollten in der Lage sein aufeinander zuzugehen – und wenn die Wertebasis und die grundlegenden Bedürfnisse, die gleichen sind, sollte dies kein Problem sein und auf beiden Seiten auch nicht allzu viel Aufwand abverlangen.