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Umfrage: Zahlreiche Arbeitnehmer mit Gehalt unzufrieden

Umfrage: Zahlreiche Arbeitnehmer mit Gehalt unzufrieden

Foto: Tim Reckmann / pixelio.de

Am Anfang des Monats sollte der Blick aufs Konto idealerweise gute Laune verbreiten und zu gesteigerter Spendierlaune anregen. Doch die Mehrheit der Arbeitnehmer ist unzufrieden: Laut einer aktuellen Online-Umfrage unter den Nutzern des Karriereportals Monster fühlen sich knapp Dreiviertel der 1.272 Befragten ungenügend bezahlt. Nur 21 Prozent sind zufrieden, lediglich fünf Prozent sehr zufrieden mit ihrem Gehalt.

Wie wichtig Arbeitnehmern eine faire Entlohnung ist, zeigt auch die neuste Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleisters Orizon. Bei der Online-Befragung 2015 wurden 2.123 Arbeitnehmer und Arbeitsuchende in Deutschland nach den fünf wichtigsten Faktoren befragt, die einen Arbeitgeber besonders attraktiv machen. Der Wunsch nach guter Bezahlung hat im Vergleich zu 2014 den Wunsch nach Sicherheit überholt. Mit  65,5 Prozent  wählten die Befragten das Gehalt an erster Stelle ihrer persönlichen Top 5. Der Wunsch nach Arbeitsplatzsicherheit rutscht 2015 mit 63,8 Prozent auf den zweiten Platz. Flexible Arbeitszeiten, die Arbeitsplatznähe zum Wohnort und eine abwechslungsreiche Tätigkeit verteilen sich auf den Plätzen drei bis fünf.

Faires Gehalt als Form der Wertschätzung

Arbeitnehmer möchten ansprechend für Ihre Leistung am Arbeitsplatz entlohnt werden. „Die Bezahlung ist auch eine Art der Wertschätzung gegenüber seinen Mitarbeitern“, sagt Marc Irmisch, Vice President & General Manager Central Europe bei Monster. Wer fair entlohnt wird, gehe demzufolge motivierter an die Arbeit als jemand der dauerhaft unterbezahlt ist. Ein gerechtes Gehalt sporne Arbeitnehmer deutlich mehr an, überdurchschnittliche Leistung für ihr Unternehmen zu erbringen, ist Irmisch überzeugt.

Zu Beginn einer Beschäftigung werden Gehaltsvorstellungen meist erfüllt

Zu Beginn eines Arbeitsverhältnisses sind die meisten Arbeitnehmer noch mit ihrem Gehalt zufrieden, wie die aktuelle Studie „Bewerbungspraxis 2015“ zeigt. Denn die jährlich vom Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universität Bamberg in Kooperation mit „Monster“ durchgeführte Untersuchung belegt, dass 87 Prozent der Teilnehmer Angebote von Unternehmen nur annehmen, wenn diese ihre Gehaltsvorstellungen auch erfüllen. Momente der Unzufriedenheit stellen sich erst später ein.

Unternehmen und Mitarbeiter sollten beide aktiv werden

Um eine Diskrepanz zwischen den Erwartungen und der Realität der Arbeitnehmer zu vermeiden, raten die Recruiting-Experten von Monster, solche Belange im Unternehmen offen zu kommunizieren. Ein regelmäßiger Vergleich der internen sowie externen Gehälter wird ebenfalls empfohlen. Denn das kann sich durchaus lohnen: Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass zufriedene Arbeitnehmer viel ausgeglichener sind und eine deutlich bessere Arbeitsmoral vorweisen als Unzufriedene. Die Mitarbeiter könnten aber auch selbst aktiv werden: Wer erstklassige Leistung bringt, dafür aber nur zweitklassig bezahlt wird, solle handeln und Gehaltsverhandlungen führen.

Die Ergebnisse der Umfrage in Zahlen und drei Tipps zur nächsten Gehaltsverhandlung zeigt folgende Infografik:

Happy Paycheck: Mehr Motivation mit dem richtigen Gehalt?

Quelle: obs/Monster Worldwide Deutschland GmbH

1 Kommentar

  1. Wer sich nicht leistungsgerecht entlohnt fühlt, sollte das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen. Steht dann die Gehaltsverhandlung an, gibt es mehrere Möglichkeiten, sich zu einigen. Neben mehr Gehalt Ende des Monats kann der Arbeitgeber noch andere Leistungen anbieten, die vielleicht auch reizvoll sind. Hierzu zählt zum Beispiel die Übernahme eines Monatstickets für den Nahverkehr, die Übernahme der Handyrechnung, vermögenswirksame Leistungen oder auch die Übernahme einer Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Auch der Firmenwagen kann eine Gehaltserhöhung darstellen. Die Möglichkeiten sind vielfältig und es muss nicht immer nur auf „mehr Geld“ hinauslaufen.

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