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Organisation: Projektarbeit auf dem Vormarsch

Foto: pixabay.com.

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Die Projektarbeit nimmt in Unternehmen einen immer größeren Raum ein und löst zunehmend die Arbeit in der klassischen Linienorganisation ab. In den letzten zwei bis drei Jahren ist ihr Anteil um 62 Prozent gestiegen. Insgesamt verbringen Mitarbeiter aus den Bereichen IT, Finanzen sowie Forschung & Entwicklung mittlerweile 35 Prozent ihrer Arbeitszeit in Projekten. In der IT sind es bereits 45 Prozent. So lauten die Erkenntnisse der aktuellen Studie „Von starren Prozessen zu agilen Projekten“, die der Mannheimer Personaldienstleister Hays in Zusammenarbeit mit den Beratern von Pierre Audoin Consultants (PAC) zum Status quo der digitalen Transformation in Unternehmen durchgeführt hat.

Überraschend: Jedes sechste Projekt scheitert

Trotz der zunehmend hohen Bedeutung der Projektarbeit scheitert in den befragten Unternehmen knapp jedes sechste Projekt. Der häufigste Grund ist, dass die Projektplanung nicht realistisch ist; dies stellen 72 Prozent der befragten Entscheider fest. Zudem werden wichtige Entscheidungen nicht getroffen (67 Prozent) und zwischen den am jeweiligen Projekt beteiligten Fachbereichen mangelt es an Kooperation (65 Prozent).

Unternehmen entscheiden sich vor allem für Projekte als passende Organisationsform, um neue Lösungen einzuführen (88 Prozent) und selbst neue Produkte und Services zu entwickeln (74 Prozent). Change Management ist das drittwichtigste Thema, das über Projekte angegangen wird (57 Prozent). „Durch die immer kürzeren Technologielebenszyklen im Zuge der Digitalisierung steigt die Anzahl an Migrationsprojekten. Hinzu kommt, dass die herkömmlichen Aufgabenstellungen durch digitale Lösungen in allen Fachbereichen mehr und mehr automatisiert werden“, erklärt Christoph Niewerth, Vorstand der Hays AG, den steigenden Anteil der Projektarbeit.

Verstärkt werden in Projekten agile Methoden wie Scrum und Design Thinking eingesetzt. Mehr als 40 Prozent der befragen Manager nutzen diese Werkzeuge bereits. 90 Prozent davon mit positiven Erfahrungen: Sie würden es ermöglichen, die richtigen Prioritäten zu setzen und fundierter zu entscheiden (72 Prozent) sowie alle Beteiligten besser in das Projekt einzubinden (62 Prozent).

Quelle: obs/© Hays 2015.

Quelle: obs/© Hays 2015.