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Regionale Unterschiede: In diesen Bundesländern sind Arbeitnehmer am zufriedensten

Das Saarland liegt in sieben von 13 Kategorien vorne, was die Arbeitnehmerzufriedenheit angeht. Hier die Ludwigskirche in Saarbrücken. Foto: pixabay.com.

Das Saarland liegt in sieben von 13 Kategorien vorne, was die Arbeitnehmerzufriedenheit angeht. Hier die Ludwigskirche in Saarbrücken. Foto: pixabay.com.

In welchen Bundesländern sitzen die besten Arbeitgeber? Und wo die schlechtesten? Wo in Deutschland lassen sich Job und Privatleben am besten miteinander vereinbaren, werden Home Office und eine angemessene Kinderbetreuung möglich gemacht? Der neue Arbeitgeberatlas von XING macht erstmals sichtbar, welche Vor- und Nachteile, Stärken und Schwächen die verschiedenen Standorte für Arbeitnehmer in Deutschland mit sich bringen. Die Übersicht zeigt nicht nur, wie die Menschen in den verschiedenen Bundesländern ihre Arbeitgeber in 13 Kategorien bewerten, sondern auch, wie häufig sie von bestimmten Mitarbeitervorteilen profitieren.

Die Kategorien reichen vom Vorgesetztenverhalten und der Arbeitsatmosphäre über Gleichberechtigung, Gehalt und Aufstiegschancen bis hin zu Kinderbetreuung, flexiblen Arbeitszeiten und der Möglichkeit von zuhause aus zu arbeiten. Für den Arbeitgeberatlas wurden die kununu-Bewertungen von rund 31.000 XING-Unternehmensprofilen im deutschsprachigen Raum analysiert.

Saarland: Arbeitnehmer vergeben Bestbewertungen

Wer in Deutschland gute Arbeitsbedingungen sucht, wird im Saarland fündig. Das kleine Bundesland im Südwesten schneidet in sieben der 13 Kategorien auf Platz eins ab und erreicht insgesamt 3,74 von 5 möglichen Punkten – den höchsten Wert aller Bundesländer. Die Saarländer schätzen bei ihren Arbeitgebern so u. a. besonders das Vorgesetztenverhalten, den Einklang zwischen Job und Privatleben sowie die Weiterbildungsmöglichkeiten. Auf Platz zwei folgt Sachsen (3,71). Der Freistaat zeichnet sich u.a. durch Top-Bewertungen hinsichtlich Gleichberechtigung und des Umgangs mit Kollegen 45 Plus aus.

Lediglich beim Gehalt schneiden Sachsens Arbeitgeber punktgleich mit den Unternehmen aus Rheinland-Pfalz im unteren Mittelfeld ab. Der dritte Platz geht an Berlin (3,68). Die Arbeitgeber der Hauptstadt überzeugen beim Thema Mitarbeiter-Kommunikation und teilen sich zudem mit Sachsen den ersten Platz in der Kategorie „Kollegenzusammenhalt“.

Bremen bildet das Schlusslicht

Am Ende der Skala: Bremen (3,52). Der Stadtstaat bietet den Arbeitnehmern zufolge die schlechtesten Arbeitsbedingungen in Deutschland. In neun der 13 Kategorien markiert das Bundesland an der Weser den Schlusspunkt, in den restlichen vier ist Bremen Vorletzter. Unwesentlich besser schneidet das bevölkerungsreichste Bundesland ab: Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3,56 kommt Nordrhein-Westfalen auf Platz 15. So strafen die Erwerbstätigen ihre Arbeitgeber in Sachen Kollegenzusammenhalt und Gleichberechtigung ab – vorletzte Plätze. Nur beim Gehalt erobert NRW einen Rang im oberen Mittelfeld.

Im Süden populär: Home Office und flexible Arbeitszeiten

Arbeitnehmer in Süddeutschland profitieren im besonderen Maße von Vorteilen in der Arbeitsgestaltung. So bieten mehr als zwei von drei Unternehmen (je 68 Prozent) in Bayern und Baden-Württemberg flexible Arbeitszeiten, knapp gefolgt vom Saarland (67 Prozent). Am unflexibelsten zeigen sich hingegen Mecklenburg-Vorpommern (58 %), Brandenburg (55 %) und Sachsen-Anhalt (54 %). Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Thema Home Office. In leicht veränderter Reihenfolge finden sich auch hier dieselben drei neuen Bundesländer unter den letzten drei Plätzen wieder. Ganz unten: Mecklenburg-Vorpommern. Hier ermöglichen nur 36 Prozent der Unternehmen die Arbeit von daheim. Beim erneuten Spitzenreiter Bayern sind es 53 Prozent.

Unternehmen müssen attraktive Bedingungen bieten

XING-CEO Thomas Vollmoeller: „Der XING-Arbeitgeberatlas zeigt, dass sich die Arbeitsbedingungen für die Angestellten in Deutschland regional in vielen Aspekten teils stark voneinander unterscheiden. Um in Zeiten des Fachkräftemangels wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen attraktive Bedingungen bieten, für Fachkräfte und Wissensarbeiter. Die Ideen und Innovationen stecken in den deren Köpfen. Und gerade Wissensarbeiter brauchen Freiraum. Für Unternehmen gilt es, ein Betriebsklima zu schaffen, in dem neue Ideen gedeihen können. Das ist auch den Bewerbern wichtig, deshalb stellen wir mit dem XING Stellenmarkt die individuellen Bedürfnisse des Berufstätigen in den Mittelpunkt und ermöglichen gezielt die Suche nach Jobs von Arbeitgebern, die zu den eigenen individuellen Vorstellungen und Wünschen passen.“