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Sind Arbeitnehmer im Home Office produktiver?

Foto: pixabay.com.

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Der eine staubt den Laptop ab, der nächste erledigt nebenbei den Haushalt und der dritte macht es sich bequem und legt die Füße hoch – das sind typische Vorurteile, mit denen Arbeitnehmer, die Home-Office-Regelungen in Anspruch nehmen, auch im Jahr 2015 noch ankämpfen müssen.

Eine aktuelle Online-Umfrage unter Monster-Nutzern hat nun die Sicht der Arbeitnehmer auf das Thema beleuchtet. Das Ergebnis: Sowohl deutsche als auch österreichische Jobsuchende sind mehrheitlich davon überzeugt, ihre Arbeit adäquat von zu Hause erledigen zu können und auch im Home Office einen guten Job zu machen (in Deutschland 67 Prozent der Umfrage-Teilnehmer, in Österreich sogar 88 Prozent).

Flexible Arbeit macht den Job sexy

Dementsprechend gibt auch die überwiegende Mehrheit der Befragten (knapp 86 Prozent) an, dass sie am liebsten bei einem Unternehmen arbeiten möchten, das Freiheiten bei Arbeitszeit und Arbeitsort ermöglicht. Rund sieben von zehn Befragten würden ein Jobangebot sogar nur dann annehmen, wenn das Unternehmen flexible Arbeitszeiten bietet. Die örtliche Flexibilität, also die Option, von zuhause aus zu arbeiten, ist für etwa die Hälfte der an der Studie teilnehmenden Monster-Nutzer unverzichtbar, wenn es darum geht, einen neuen Job anzunehmen.

„Home-Office ist bei Arbeitnehmern sehr beliebt, die Umsetzung entsprechender Regelungen aber nicht unproblematisch. Die Mitarbeiter im Büro haben zum Beispiel häufig die Befürchtung, sie müssten mehr arbeiten als ihre Kollegen im Home-Office. Die Kollegen im Home-Office wiederum fühlen häufig einen Rechtfertigungsdruck oder haben das Gefühl, vom Informationsfluss abgeschnitten zu sein“, erklärt Bernd Kraft, Vice President General Manager bei Monster. „Hinzu kommt, dass die wenigsten der befragten deutschen Großunternehmen glauben, ihre Mitarbeiter seien im Home-Office produktiver als im Büro.“

Tipps für den richtigen Umgang mit der Home-Office-Regelung

Das Angebot für Mitarbeiter, ihre Arbeit von zu Hause zu erledigen, birgt also trotz offenkundiger Beliebtheit noch immer Herausforderungen für die Zusammenarbeit im Unternehmen. Im Zuge der Studie hat Monster daher gleich auch einige Ratschläge erarbeitet, die Arbeitnehmern helfen, die Vorteile der Home-Office-Regelung voll ausschöpfen zu können und gleichzeitig ein gutes Miteinander mit den Kollegen zu bewahren.

Folgende Tipps sollten Sie demnach befolgen, damit das Arbeiten von zuhause aus zum Erfolgsmodell wird:

1. Nutzen Sie Home-Office richtig. Viele Mitarbeiter gehen ins Home-Office, wenn die Handwerker anrücken oder eine Lieferung erwartet wird. Dabei sollten Arbeitnehmer die Ruhe des Home-Office besonders dann nutzen, wenn knifflige Projekte anstehen, die eine hohe Konzentration erfordern. Nehmen Sie das Home-Office-Angebot Ihres Chefs an und verlegen Sie vor allem diese Aufgaben auf zu Hause. Ein gegenseitiges Vertrauen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist hier natürlich die Grundlage.

2. Bleiben Sie erreichbar. Um die Verbindung zwischen Home-Office und Büro aufrechtzuerhalten, können ein Live Chat oder ähnliche Services von Nutzen sein. Kollegen haben somit das Gefühl, Sie auch im Home-Office gut erreichen und trotz der physischen Distanz schnell und spontan mit Ihnen Rücksprache halten zu können – so als säßen Sie gleich nebenan.

3. Schaffen Sie sich eine Workzone. Der Weg zur Arbeit, der Gang ins Büro – das bereitet Sie auf einen produktiven Arbeitstag vor. Auch im Home-Office sollten Sie eine Routine finden und sich eine kleine Workzone mit Tisch, Stuhl, Rechner und ausreichend Licht einrichten. Gehen Sie bewusst an Ihren Arbeitsplatz im Home-Office und lassen Sie die Jogginghose besser im Schrank – so fühlen Sie sich wie im Büro und halten leichter das entsprechende Leistungsniveau. Sprechen Sie auch offen über die gesetzlich zu erfüllenden Rahmenbedingungen an einen Arbeitsplatz im Home-Office. Hier kann die HR-Abteilung weiterhelfen.

4. Gleiches Recht für alle. Wenn Home-Office-Regelungen im Unternehmen existieren, sollte jeder Mitarbeiter die Möglichkeit haben, sie zu nutzen. Wer das Arbeiten von zu Hause für sich ausprobieren kann, bekommt ein Gefühl für die eigene Produktivität. So entsteht kein Neid zwischen Kollegen, die im Büro sitzen und denen, die zu Hause arbeiten.

5. Planen Sie Home-Office im Voraus. Anfang der Woche geht es in den meisten Büros hektischer zu, ein Meeting jagt das andere und das Pensum ist meist entsprechend höher. Dies sind Tage, an denen es hilfreich ist, wenn Arbeitnehmer vor Ort im Büro sind. Günstiger gelegen ist es daher, wenn Sie Ihre Home-Office-Zeiten auf das Ende der Woche legen und dies idealerweise rechtzeitig ankündigen – Ihre Kollegen werden es Ihnen danken.

Quelle: obs/Monster Worldwide Deutschland GmbH.

Quelle: obs/Monster Worldwide Deutschland GmbH.