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Social Media: How to Profilbild

Social Media: How to Profilbild

How to Profilbild: Der Profi macht’s vor. Foto: ©Patrick Meroth, Lifestyle-Fotograf und Sprecher der LinkedIn-Kampagne New Norms@Work

Seit Jahren gilt das Foto als eines der wichtigsten und aussagekräftigsten Aushängeschilder auf der Bewerbung. In das Foto wird häufig viel Aufwand und Geld investiert. Ist ein Job gefunden, tritt das Thema dann oft in den Hintergrund. In meinem Alltag als professioneller Fotograf und Geschäftsmann merke ich häufig, dass gerade auf Karriereplattformen wie LinkedIn der eigentlich wichtigste erste Eindruck – das Foto – eine eher mindere Qualität hat.

Doch Entwarnung: Ein Besuch bei einem professionellen Fotografen ist nicht unbedingt notwendig (auch wenn ich selbstverständlich nicht davon abraten möchte). Wer sein Profilbild im Alleingang schießen möchte, greift am besten zu einem Selfie-Stick, so können Entfernung zur Kamera und die Perspektive kinderleicht verändert werden.

Mit diesen Tipps gelingt das perfekte Profilbild:

1. Kleider machen Profilfotos

Wer sich auf Karriereplattformen vernetzt, möchte Professionalität, Sympathie und Selbstbewusstsein ausstrahlen. Dazu gehören in aller Regel auch Bluse, Hemd, Jackett oder Blazer. Wer sich allerdings in seinem Outfit unwohl fühlt, wird dieses Unwohlsein auch auf dem Foto ausstrahlen. Holen Sie deshalb das Outfit aus dem Schrank, in dem Sie sich wohl und sicher fühlen. Selbstverständlich sollten Sie dabei allerdings auf Kapuzenpullover und Jogginghose verzichten und sich lieber für Ihr professionelles Lieblingsoutfit entscheiden. Ein weiterer Tipp: Auch wenn die Schuhe auf dem Profilbild nicht zu sehen sind, rate ich jedem, beim Shooting gute und bequeme Schuhe zu tragen. Die Schuhe verändern die Körperhaltung und unterstützen so zusammen mit dem Outfit die Persönlichkeit.

2. Im besten Licht

Nichts ist schlimmer als über- oder unterbelichtete Profilbilder, die im wahrsten Sinne des Wortes ein schlechtes Licht auf die Person werfen. Wählen Sie daher einen Ort, an dem Sie im richtigen Licht stehen. Aber was ist das rechte Licht? Ein Setting ohne direkte Lichteinstrahlung hilft, die Augen besser offen zu halten und lässt daher den Blick wacher wirken, Seitenlicht schmälert Gesicht und Silhouette, mit der Sonne im Gesicht strahlt die Haut. Bei letzterer Option empfehle ich allerdings, schnell auf den Auslöser zu drücken, sonst wird es schwierig die Augen offen zu halten, und man wirkt dann oft verkniffen. Generell rate ich daher von Gegenlicht und hohen Kontrasten ab.

3. Weniger ist mehr

Geben Sie Ihrem Foto eine klare Bildsprache. Ein ruhiger Hintergrund lässt Ihnen beispielsweise mehr Raum im Bild. Generell würde ich daher eher zu einer weißen Wand raten, aber auch farbige Hintergründe können tolle Effekte auf dem Bild erzeugen. Damen können beispielsweise ihren Lippenstift auf den Hintergrund abstimmen – probieren Sie es einfach aus! Auch die Kleidung sollte möglichst schlicht gehalten sein und mit einem bestimmten Farbcode Ihre Persönlichkeit und Ausstrahlung unterstützen. Dezentes Make-up bringt den Teint zum Strahlen, auch bei Männern kann etwas Puder vor unschönem Glanz bewahren.

4. Sicher auftreten

Social Media: How to Profilbild

How to Profilbild: Der Profi macht’s vor. Foto: ©Patrick Meroth, Lifestyle-Fotograf und Sprecher der LinkedIn-Kampagne New Norms@Work

Wichtig ist, sich vor dem Fotoshooting vor Augen zu halten, welche Absichten man hat und welche Stellung man selbst inne hat bzw. innehaben möchte. Stellen Sie sich entspannt und aufrecht hin, spielen Sie während der Fotosession verschiedene Positionen und Körperhaltungen durch. Verlagern Sie zum Beispiel Ihr Körpergewicht von einem auf das andere Bein, verändern Sie Ihre Hüftposition.

Drehen Sie sich zur Seite, um schmaler zu wirken oder machen Sie sich lang – probieren Sie am besten so lange herum, bis Sie die perfekte und schmeichelhafteste Position gefunden haben.

5. Unterstützen Sie Ihre Persönlichkeit

Um für zukünftige Arbeitgeber, Kollegen oder potenzielle Geschäftspartner auf den ersten Blick interessant zu wirken, ist es wichtig, die richtige Mischung aus Professionalität und Individualität zu finden. Versuchen Sie, aus der Masse herauszustechen ohne unprofessionell oder gar unseriös zu wirken. Zeigen Sie Ihre Persönlichkeit so, wie sie von anderen gerne wahrgenommen werden möchten. Präsentieren Sie sich zielgerichtet und typgerecht.

6. Der beste Blickkontakt

Wohin soll der Blick gerichtet sein? Eine perfekte Lösung gibt es hier nicht, je nach Branche und Job muss abgewogen werden, welche Variante sinnvoller ist und besser ankommt. Ein/e Finanzberater/in sollte beispielsweise den direkten Blick in die Kamera nicht scheuen, der offene Blick steht für Seriosität und Vertrauenswürdigkeit. Kreative hingegen dürfen ihre Kreativität auch gerne in ihrem Profilbild zeigen und auf außergewöhnliche, künstlerische Portraits setzen. Auch hier sollte man sich ausprobieren und testen, welcher Blick am besten wirkt. Die einzige Regel: Auf den Boden sollten Sie nicht sehen, das strahlt Unsicherheit und Verzagtheit aus. Geben Sie sich selbstbewusst!

7. Wo ist die Kamera?

Probieren geht über Studieren. Testen Sie also verschiedene Perspektiven aus und machen Sie Bilder aus verschiedenen Blickwinkeln. So haben Sie mehr Varianz bei der Auswahl und können für verschiedene Zwecke unterschiedliche Profilbilder verwenden. Mein Tipp: Die leicht erhöhte Perspektive eignet sich bestens für schöne Portraits.

8. Denken Sie klein

Oft werden soziale Netzwerke von unterwegs über Smartphone oder Tablet genutzt. Auf den mobilen Geräten werden alle Bilder und Informationen natürlich entsprechend kleiner dargestellt – beachten Sie das unbedingt bei Ihrem Bildaufbau. Beschränken Sie das Foto wirklich nur auf Ihre eigene Person. Je größer Sie zu erkennen sind, desto besser.

9. Wählen Sie sorgfältig

Grundsätzlich gilt natürlich: Erlaubt ist, was gefällt. Sie sollten definitiv das Bild auswählen, auf dem Sie sich wohl, sicher und attraktiv fühlen. Andere Personen aus dem Bild zu schneiden, die auf dem Bildausschnitt zum Beispiel mit ihrer Schulter zu sehen sind, gilt (leider) als sehr unprofessionell und macht einen unseriösen Eindruck. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen sich unwohl fühlen, wenn sie alleine vor der Linse stehen. Mein Tipp daher: Tun Sie sich mit Ihrem Partner oder einem Freund/einer Freundin zusammen und starten mit der Fotosession zu zweit. So werden Sie gleich lockerer. Wenn Sie sich dann sicher fühlen, können Sie auch alleine vor die Kamera treten. Wechseln Sie sich am besten ab, so entstehen für beide schöne Bilder in entspannter und gelöster Atmosphäre.

 

Wer zusätzlich zu diesen Tipps noch ein Personal Coaching oder einen Selfie-Stick zum eigenen Profilbild-Glück benötigt, darf sein Wissen im LinkedIn-Gewinnspiel testen und erhält mit etwas Glück bald ein Personal Coaching vom Profi oder hält schon bald den eigenen Selfie-Stick in den Händen: http://bit.ly/1RwAK1P

 

Viel Erfolg!

 


Über den Autor

Nach seiner Ausbildung zum Fotografen hat Patrick Meroth als Assistent bei renommierten Fotografen wie Elliston Lutz (Miami), Pepe Botella (Madrid), Enrique Badulescu (New York City) und Gabo internationale Erfahrungen gesammelt. Sein Ziel ist es, Lebensbilder mit der Kamera einzufangen, die für sich sprechen. Mehr Infos unter www.meroth.biz