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Trends, die die Arbeitswelt verändern

Trends der Arbeitswelt

Ängste über Künstliche Intelligenz und Automatisierung werden in der Belegschaft zur Norm. Wahrscheinlich wird sich in Zukunft die Art und Weise, wie wir heute arbeiten, drastisch verändern. Aber schon heute kann man erkennen, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz nicht nur dem Einzelnen, sondern der gesamten Wirtschaft hilft effektiver zu werden, und sogar die Bedeutung der menschlichen Leistung schützt.

 

Künstliche Intelligenz wird aus uns effizientere Mitarbeiter machen Klick um zu Tweeten

Das große Hedge-Fonds-Unternehmen Bridgewater Associates, setzt KI Lösungen aktiv ein, um die Produktivität seiner Mitarbeiter zu steigern. Rating-Systeme, Datenanalysen und aufgezeichnete Meetings, tragen dazu bei, datenbezogene Lösungen zur Entscheidungsfindung zu erstellen. Das Unternehmen erwägt sogar wichtige Verwaltungsaufgaben an Maschinen zu übergeben. Diese Informationen können möglicherweise Betroffenheit bei den Führungskräften hervorrufen, aber auch KI benötigt noch immer menschliche Entscheidungen zur Festlegung von Zielen.

Für Unternehmen wird der wichtigste Punkt sein, ehrlich zu beurteilen, ob aktuell eingesetzte Praktiken mit globalen Trends mithalten können. Wenn dies nicht der Fall ist, werden sie überlegen müssen, welche Lösungen mit ihrer Mission und Vision im Einklang stehen und diese dann mit Überzeugung umsetzen. Da diese Trends in 2017 zunehmend eingesetzt wurden, werden Arbeitnehmer nach Unternehmen suchen, die solche Arbeitsplätze bieten, an denen sie arbeiten möchten, und Investoren werden abwägen, wie effektiv Unternehmen im Vergleich zu ihren Betriebskosten sind. Die gute Nachricht ist, dass diese Lösungen den Unternehmen helfen werden, in der globalen Wirtschaft konkurrenzfähig zu bleiben – einerseits wenn es um die Gewinnung von Talenten geht, anderseits um Investitionen und neue Kunden zu sichern.

Mitarbeiter-Bournout führt zu mehr Personalfluktuation

Während die Unternehmen Rekordgewinne verzeichnen, fühlen sich deren Mitarbeiter immer öfter ausgebrannt, wenn sie ohne zusätzliche Vergütung Überstunden machen müssen. Vollzeitmitarbeiter arbeiten durchschnittlich 47 Stunden pro Woche und die Beschäftigungsdauer sank um sage und schreibe 8,9% im Jahr 2017. Laut dem Unternehmen Right Management (einer der Weltmarktführer für Dienstleistungen im Karrieremanagement) erhalten mehr als ein Drittel der Arbeitnehmer nach Feierabend E-Mails vom Management und fast 10 % bekommen E-Mails im Urlaub. Technologie hat den Arbeitstag erweitert und die Mitarbeiter gezwungen für das gleiche Gehalt und ohne einen Bonus mehr Stunden zu arbeiten. In einer Studie, die in Zusammenarbeit mit Kronos erstellt wurde, wurde herausgefunden, dass fast die Hälfte der Personalleiter sagen, dass Mitarbeiter-Burnout für fast die Hälfte ihrer jährlichen Personalfluktuation verantwortlich ist. Sie glauben, dass Burnout durch unzureichende Vergütung, einem unzumutbaren Arbeitspensum und zu vielen Überstunden verursacht wird. Auch außerhalb Amerikas ist die Erhöhung des Arbeitspensums zu einem großen Beschäftigungsproblem geworden, so sehr, dass die französische Regierung hierzu ein Gesetz, das „Recht auf Abschalten“, erließ. Arbeitnehmer brauchen seit 2017 keine Angst mehr zu haben, dass sie beruflich benachteiligt werden, wenn sie nach Dienstschluss nicht rund um die Uhr für Vorgesetzte oder Kunden erreichbar sind. Zur Vermeidung von Mitarbeiter-Burnout sind Unternehmen darauf konzentriert Wohlfühl- und Flexibilitäts-Programme zu erstellen, die es den Mitarbeitern ermöglichen, sich Freizeit zu nehmen und gesund zu bleiben

Flexible Arbeitsplätze bekommen Priorität

Forschungsergebnisse von Global Workplace Analytics zeigen, dass mehr als 80 % der US-Arbeitnehmer gerne Telearbeit verrichten würden. Ein wichtiger Faktor, der diese Verschiebung antreibt, ist die wachsende Zahl an Sozialtechniken, welche die Zusammenarbeit in virtuellen Umgebungen ermöglichen. Bedenken Sie die Tatsache, dass die erste Generation der Digital Natives in der Arbeitnehmerschaft heranreift, und es ganz natürlich ist, dass diese Arbeitnehmer nach neuen Möglichkeiten suchen, wo und wie sie ihre Arbeit ausüben können.

Frühere Vorstellungen von virtuellen Mitarbeitern enthielten Bedenken bezüglich „Trägheit und gingen davon aus, dass Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten möchten, weil es einfacher wäre, weniger zu arbeiten. Einige Umfragen zeigten jedoch, dass die meisten Millennials davon ausgehen, dass die Möglichkeit außerhalb des Büros zu arbeiten sie effizienter macht.

Unternehmen nehmen Vielfalt ernstere

Während das Thema Vielfalt seit Jahren ein Gesprächsthema ist, hat es fast einen Tipping-Point erreicht, an dem Unternehmen für die Verbesserung der Zusammensetzung ihrer Belegschaft Geld investieren. Grund dafür war teilweise das viral verbreitete zehnseitige Dokument eines Google-Ingenieurs, das sich gegen die Initiativen für personelle Vielfalt seines Arbeitgebers wandte. Er argumentiert damit, dass Frauen in der Technik unterrepräsentiert sind. Nicht wegen der Vorurteile und Diskriminierung am Arbeitsplatz, sondern wegen der psychologischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern. SAP überprüfte ihr eigenes geschlechtsspezifisches Lohngefälle, unter Berücksichtigung mehrerer Faktoren wie jahrelange Erfahrung, erbrachte Leistung und Standorte der Mitarbeiter. Wenn sie geschlechtsbezogene Abweichungen im Lohn fanden, wurden Anpassungen vorgenommen. Um die Lücken zu schließen, wendeten sie zur Erhöhung der Gehälter etwa 1 Million Dollar auf. Immer mehr Unternehmen schaffen ERGs (Employee Resource Groups), um alle Arten von Vielfalt, einschließlich Geschlecht, Ethnizität und Alter zu unterstützen. Sie erkennen wie diese Gruppen die positiven Aspekte, die ein heterogener Mitarbeiterstamm hervorruft, fördern. Wir werden immer mehr Unternehmen sehen, insbesondere im Silicon Valley, die große Anstrengungen unternehmen, um in diesem Jahr die Vielfalt zu fördern, da sie weniger als 5 % Afroamerikaner als Mitarbeiter haben und ständig hinterfragt werden.

Gastautorin:

Gastautorin Lara Kornbach

Lara Kornbach ist Mitarbeiterin und Redakteurin bei der GEFTA Gesellschaft für Telearbeit mbH. Das Unternehmen schafft seit Jahren bundesweit moderne Home Office-Arbeitsplätze und bildet täglich motivierte Quereinsteiger zu Kundenservicehelden aus. Zusätzlich besitzt GEFTA die Expertise in der Einführung und Anbindung von dezentralen Arbeitsplätzen und begleiten Unternehmen bei der Umsetzung. https://www.gefta.eu/