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Was Mitarbeiter wirklich anspornt: Die zehn wichtigsten Motivationshilfen

Foto: pixabay.com

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Nette Kollegen, ein gutes Verhältnis zum Chef und harmonische Teamarbeit? Oder doch am Ende eher die kostenlosen Getränke und der gute Kaffee? Sind es eher die grundlegenden Strukturen, die für die nötige Motivation am Arbeitsplatz sorgen, oder die kleinen Gesten? Die ManpowerGroup hat sich des Themas angenommen und in einer Untersuchung die wichtigsten Einflüsse auf die Motivation deutscher Arbeitnehmer unter die Lupe genommen.

Menschliche Faktoren am wichtigsten

Schaut man sich die Ergebnisse genauer an, ergibt sich diese Top-10-Rangliste der wichtigsten Motivationsfaktoren:

1. Gutes Arbeitsverhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten: Der menschliche Faktor zählt: 65 Prozent der Befragten sind motivierter im Job, wenn sie mit Kollegen und Chefs gut klarkommen. 2014 waren es noch 77 Prozent.

2. Flexible Arbeitszeiten: Gleitzeit oder ein Arbeitszeitkonto bleiben wichtige Motivatoren, sind allerdings auf dem Rückzug. Nur jeden zweiten Arbeitnehmer (50 Prozent) spornt flexibles Kommen und Gehen an. Im Vorjahr war dies noch bei 67 Prozent der Fall.

3. Freundschaftliches Verhältnis zu Kollegen: Für 42 Prozent der Deutschen ist es wichtig, auch nach Feierabend den Kontakt zu anderen Kollegen zu pflegen und gemeinsam etwas zu unternehmen (2014: 45 Prozent).

4. Kostenlose Getränke vom Arbeitgeber: Geringer Aufwand, große Wirkung: Für jeden dritten Arbeitnehmer (33 Prozent) sind kostenlose Getränke am Arbeitsplatz motivierend für den Job – ein Prozent mehr als bei der Vorjahresbefragung.

5. Teamarbeit: 33 Prozent der Arbeitnehmer haben mehr Spaß im Job, wenn sie häufig in Gruppen arbeiten.

6. Ansprechende Raumgestaltung: Die Büroatmosphäre hat auf ebenso wenig Befragte eine motivierende Wirkung. 32 Prozent arbeiten aus eigener Sicht produktiver, wenn die Optik im Büro stimmt.

7. Betriebliche Gesundheitsförderung: Beratung durch den Betriebsarzt und vom Arbeitgeber bezahlte Präventionskurse sind gut für die Motivation. 31 Prozent der Mitarbeiter arbeiten befreiter, wenn sie wissen, dass ihr Unternehmen die Gesundheit der Angestellten fördert.

8. Guter Kaffee: Augen auf beim Kaffeekauf: Für 28 Prozent der Mitarbeiter fördert die Qualität des Koffeingetränks die Motivation am Arbeitsplatz. Guter Kaffee rutscht damit in die Top 10 der Arbeitsmotivatoren.

9. Pflanzen im Büro: Grünpflanzen heben die Stimmung und sorgen für ein besseres Raumklima. 27 Prozent der Befragten können besser arbeiten, wenn Zimmerpflanzen im Büro stehen.

10. Motivation durch Büromöbel: Mit Investitionen in moderne Bürowelten können Arbeitgeber punkten: 25 Prozent der Arbeitnehmer lassen sich durch zeitgemäßes, ergonomisches Design motivieren – vier Prozent mehr als 2014. Höhenverstellbare Tische etwa beugen Rückenleiden vor.

Praktische Gesten helfen im Tagesgeschäft

Interessant ist auch dieses Ergebnis: Kleine Zeichen der Wertschätzung des Unternehmens zählen im Vergleich zu Vorjahresbefragung nicht mehr zu den zehn wichtigsten Arbeitsmotivatoren. Nur noch 17 Prozent der Arbeitnehmer (minus sieben Prozent) empfinden Blumen zum Geburtstag oder einer Jubiläumsüberraschung ein zusätzlichen Ansporn.

Speziell in Stresszeiten rücken dafür aber immer mehr praktische Gesten in der Rangliste nach oben, die das Tagesgeschäft angenehmer machen. Ein Sechstel der Deutschen spricht beispielsweise auf die Snack-Box mit Süßigkeiten positiv an – im letzten Jahr waren das nur elf Prozent. Und 14 Prozent (plus sechs Prozent) finden es motivierend, wenn Kollegen mitdenken und beispielsweise Kuchen fürs Team mitbringen.