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Wechselgrund Führungskraft – Die hohen Ansprüche der Generation Y

Foto: pixabay.com

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Selten war die Rolle von Führungskräften wichtiger für die Attraktivität eines Arbeitgebers als heute. Das ist das Ergebnis des kürzlich in Berlin vorgestellten GenY Barometers der Jobbörse Absolventa.

Hierfür wurden 500 Vertreter der auf dem Arbeitsmarkt zunehmend gesuchten Generation Y nach ihren Einstellungen zum Berufsleben befragt. Drei Viertel der Befragten gaben an, dass sie die Rolle von Vorgesetzten für das Arbeitgeberimage ausgesprochen wichtig finden. 17 Prozent halten sie gar für das entscheidende Kriterium in diesem Zusammenhang und weitere 58 Prozent sehen darin eine der wichtigsten Einflussgrößen. Gerade einmal ein Prozent der Befragten schreiben Führungskräften nur eine untergeordnete Rolle zu, wenn es ums Image einer Firma geht.

Generation Y = Generation konsequent

Entsprechend deutlich fallen dann auch die Konsequenzen aus, die die jüngste Arbeitsmarktgeneration zieht, wenn Chef oder Chefin nicht ihren Erwartungen gerecht wird: Mehr als 96 Prozent der Befragten schauen sich in diesem Fall nach einem neuen Job um.

In den Augen der GenY gehören die Zeiten einer straffen, eindimensionalen Führung im Beruf längst der Steinzeit an. Auf einer Skala von 1 (völlig unwichtig) bis 5 (sehr wichtig) wurden verschiedene Eigenschaften des idealen Vorgesetzten eingestuft. Ergebnis: Junge Arbeitnehmer halten einen fairen (Durchschnittswert 4,4), verlässlichen (4,4) und dialogfähigen (4,3) Führungsstil für immens wichtig. Außerdem hoch im Kurs: fachliche Kompetenz (4,1), Transparenz (3,9) sowie die Einbindung von Mitarbeitern (4,0).

Wenn es um die Frage der Loyalität von Vorgesetzten geht, finden interessanterweise immerhin 19 Prozent der Befragten, dass diese in erster Linie dem Team gelten soll, nur sieben Prozent siedeln sie dagegen beim Arbeitgeber an. Die Mehrheit (74 Prozent) macht hier allerdings keinen Unterschied und findet, dass gute Führungskräfte beiden Gruppen gleichermaßen loyal gegenüber stehen sollten.

Weiterentwicklung Top, Choleriker Flop

Auch bezogen auf die eigene berufliche Laufbahn hat die GenY klare Erwartungen an ihre Vorgesetzten. 65 Prozent von ihnen hoffen, dass diese ihen ein gebührendes Maß an Verantwortung übertragen, damit sie sich bewähren können. Weitere 61 Prozent (Mehrfachnennungen möglich) nennen die berufliche und fachliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter als eine der wichtigsten Aufgaben für Abteilungsleiter oder Abteilungsleiterinnen. Immerhin noch 40 Prozent bestehen auf regelmäßige Feedbackgespräche zur Entwicklung ihrer Karriere. Weniger gefragt sind derweil Führungskräfte, die sich auch um private Belange (drei Prozent) sowie um eine gute Bezahlung ihrer Mitarbeiter kümmern (zwei Prozent).

Im Umkehrschluss wissen die Vertreter der GenY allerdings auch ganz genau, wie ihr Vorgesetzter auf gar keinen Fall gestrickt sein sollte. Fatal aus ihrer Sicht: ein cholerischer Führungsstil (64 Prozent), eine respektlose Ansprache von Mitarbeitern (61 Prozent) sowie ungleiche Behandlung von Teammitgliedern (37 Prozent).

Wirkung auf Arbeitgebermarke nicht unterschätzen

„Unser GenY Barometer entwickelt sich immer mehr zu einem bestimmenden Gradmesser für die beruflichen Einstellungen der Generation Y. Das aktuelle Thema ist voller Brisanz und die Ergebnisse sind ein deutlicher Wink mit dem Zaunpfahl an alle Arbeitgeber. Denn sie sagen: Eure Führungskräfte sind es, die täglich aufs Neue die Arbeitgebermarke bilden. Und hier ist der fachlich kompetente und faire Karriereentwickler gefragt, weniger der harte und distanzierte Antreiber. Wer also einen transparenten und einbindenden Führungsstil in seinem Unternehmen etabliert, wird auch in Zukunft die größten Talente der derzeit gefragtesten Generation auf dem deutschen Arbeitsmarkt gewinnen“, erklärt in diesem Zusammenhang Christoph Jost, Gründer und Geschäftsführer von Absolventa.

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