Menü

Video-Plattform möchte Wikipedia der Lebensläufe werden

Foto: pixabay.com

Foto: pixabay.com

Die Möglichkeiten sind schier unerschöpflich und es fehlt die zündende Idee, in welche Richtung es beruflich gehen soll? Oder es hört sich alles gut an, nur wüssten Sie gerne, was sich tatsächlich hinter den wohlklingenden Jobtiteln verbirgt?

Die österreichische Online-Plattform whatchado hat sich vorgenommen, hier Abhilfe zu schaffen. Die Idee ist einfach: Man befragt einfach so viele Menschen wie möglich zu ihren Jobs, nimmt diese Interviews auf Video auf und macht sie für alle kostenlos zugänglich.

Stichwort: Karriere-Storytelling

Gestellt werden immer die gleichen sieben Fragen und gesprochen wird immer unter vier Augen. Wer also knallige Image-Videos erwartet oder als Unternehmen anhand durchchoreografierter Filme seine Botschaften platzieren möchte, ist hier fehl am Platz. Vielmehr soll das „Karriere-Storytelling“ im Mittelpunkt stehen.

Das ambitionierte Ziel des Gründers Ali Mahlodji ist es, die Plattform über kurz oder lang zu einer Art Wikipedia der Lebensläufe und Jobgeschichten, auf whatchado einfach „Stories“ genannt, auszubauen. Schon heute berichten über 2500 Arbeitnehmer, Selbständige und Politiker über ihre Jobs und ihre Biografie – vom Busfahrer bis zum österreichischen Bundespräsidenten.

Matching-Funktion gleicht Interessen mit Arbeitgebern ab

Das ist ein tolle Vision, aber wo kommt das Geschäftsmodell ins Spiel? Ganz einfach: Über eine Matching-Funktion können die Nutzer der Plattform mit Hilfe eines vorher angelegten Profils zu den Interviews gelangen, die ihren Interessen und Fähigkeiten wirklich entsprechen. In einem so genannten Neigungs-Abgleich beantwortet jeder User die gleichen Fragen wie die Interviewten. Auf Basis dieser Daten werden dem Nutzer dann Videos von Menschen vorgeschlagen, die die gleichen Interessen haben.

Begeistert sich der User für ein Berufsbild, werden ihm gleichzeitig entsprechende aktuelle Stellenangebote kooperierender Unternehmen vorgeschlagen. Außerdem können Unternehmen in der Rubrik „Arbeitgeber“ einen eigenen Channel einrichten, der die Interviews aller ihrer Angestellten bündelt.

Fundgrube für die Berufsorientierung

Ob das Geschäftsmodell langfristig fruchtet, wird sich zeigen. Auf jeden Fall ist die Plattform aber eine tolle Fundgrube für all diejenigen, die sich noch nicht sicher sind, in welche Richtung es jobtechnisch gehen soll oder die mit dem Gedanken spielen, sich beruflich neu zu orientieren.

Warum es so wichtig ist, herauszufinden, wo man beruflich hingehört und warum man dafür erst einmal einen objektiven Überblick über alle Möglichkeiten braucht, erklärt der whatchado-Gründer Ali Mahlodji in diesem Videointerview: