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Jobbörse, Freundeskreis oder Karriere-App? Wie Absolventen ihre Jobs finden

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Foto: www.pixabay.com

Wer als Unternehmen die besten Absolventen für sich gewinnen möchte, muss auch in Sachen Technologie die Nase vorn haben und sollte sich schleunigst eine eigens programmierte Recruiting-App zulegen. Hört sich plausibel an? Ist es aber nicht, wenn man einer neuen Studie von Kienbaum Glauben schenkt. Denn gerade die junge Generation wird ganz woanders fündig: „Der Personalmarketing-Hype der Recruiting-Apps erreicht die diesjährigen Absolventen praktisch nicht. Hingegen ist eine zeitgemäße Karriere-Website nach wie vor das A und O für einen erfolgreichen Arbeitgeberauftritt“, erklärt Erik Bethkenhagen, Geschäftsführer von Kienbaum Communications.

Recruiting-Apps spielen praktisch keine Rolle

Laut der Befragung, an der rund 600 Studierende des Absolventenjahrgangs 2015 teilgenommen haben, nutzen Nachwuchsakademiker auf der Suche nach Infos über ihre Wunscharbeitgeber noch immer am häufigsten ganz einfach deren Websites – und das mit großem Abstand: 94 Prozent der Studierenden besuchen die Homepage eines Unternehmens, um sich über die dortigen Karriereaussichten zu informieren. Am zweithäufigsten nutzen Absolventen Karrieremessen als Informationsmplattform (rund 50 Prozent). Ähnlich beliebt sind Online-Jobbörsen, um nach offenen Stellen zu suchen. Recruiting-Apps spielen dagegen praktisch keine Rolle: Nur drei Prozent nutzen diesen Informationskanal.

Informations-Mix aus unabhängigen Quellen

Insgesamt setzen Absolventen auf einen breiten Informations-Mix aus verschiedenen Quellen: Befreundete Mitarbeiter des Zielunternehmens sind für 48 Prozent ein bewährter Weg, um sich über Firmen als Arbeitgeber schlau zu machen. Außerdem nutzt jeder fünfte Absolvent Arbeitgeber-Bewertungsportale wie kununu, um sich eine Meinung zu bilden. Ebenfalls jeder Fünfte orientiert sich an Berichten in Zeitungen oder Zeitschriften. 17 Prozent ziehen Broschüren oder Flyer und sieben Prozent Stellenanzeigen in Tageszeitungen zu Rate, wenn sie nach geeigneten Jobs suchen.

Google-Ranking ist wichtiger Baustein

Auch die Ergebnisse in Suchmaschinen wie Google sind für die Absolventen von großer Bedeutung: 39 Prozent der jungen Jobsuchenden recherchieren in Online-Suchmaschinen nach interessanten Unternehmen. „Es ist unerlässlich, als Arbeitgeber an einem guten Google-Ranking zu arbeiten. SEO und SEM bieten auch im Personalmarketing viele Potenziale, die bisher erst wenige Arbeitgeber konsequent nutzen“, schlußfolgert Kienbaum-Manager Bethkenhagen.

Und wie sieht es mit den sozialen Netzwerken aus? Rund ein Drittel der Befragten nutzt Business-Netzwerke wie wie Xing und LinkedIn, um ein Unternehmen kennenzulernen. Private Netzwerke wie Facebook und Co. liegen werden allerdings nur von elf Prozent der Befragten zu diesem Zweck genutzt. „Unternehmen können anhand des Informationsverhaltens von Absolventen die HR-Kommunikation für diese Zielgruppe klar priorisieren: Am wichtigsten ist eine repräsentative und informative Karriere-Website. Es folgt ein ausgewogener Mix aus Messe-Auftritten, Online-Anzeigen, Suchmaschinenergebnissen und persönlichen Informationen, zum Beispiel von eigenen Mitarbeitern“, so Bethkenhagen.

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